Rezension: Die Spieler von David Baldacci


"Die Spieler" ist der dritte Band in David Baldaccis Serie des Camel Clubs. Obwohl ich die Vorgeschichten und die vier Hauptpersonen Oliver Stone, Milton Farb, Reubens Rhodes und Caleb Shaw nicht gekannt habe, hat mich der Thriller des Amerikaners bestens unterhalten.

Trickbetrügerin Annabelle Conroy hat den Kasinobesitzer Jerry Bagger um 40 Millionen US-Dollar erleichtert und ist seither auf der Flucht vor dem rachsüchtigen und brutalen Bagger. Annabelle bekommt Hilfe von Oliver Stone und dem Camel Club, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, Menschen in Not zu helfen. Gemeinsam versuchen sie einen raffinierten Plan zu entwickeln, um Bagger, der Annabelles Mutter ermordet hat, zur Strecke zu bringen. 
Plötzlich gerät jedoch Oliver Stone selber in Gefahr. Der ehemalige Geheimdienstchef Carter Gray benutzt Stone, der früher im Vietnam gedient und danach als Berufskiller für die Amerikanische Regierung tätig war, als Köder für einen Mörder, der sein Unwesen treibt. Dieser erledigt der Reihe nach die Ex-Mitglieder des von Stone angeführten Killerkommandos, dem auch Gray angehörte. Dieser fürchtet um sein Leben und versucht, den Killer zu fassen - in dem er Stone als Köder verwendet. Doch Stone durchschaut den Plan und versucht seinerseits Gray unschädlich zu machen.

Spannende Unterhaltung fürs leichte Gemüt
"Die Spieler" ist eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre, mit der es Baldacci schafft, den Leser von Beginn weg an die Geschichte zu fesseln. Die Spannung wird jedoch ein wenig getrübt von einigen Ungereimtheiten in der Handlungsabfolge. So ist es beispielsweise fragwürdig, dass Oliver Stone viele Jahre nach seinem letzten Einsatz und im Alter von ungefähr 60 Jahren mit seinen alten Waffen der heutigen Eliteeinheit des CIA überlegen sein soll. Genauso kann man sich auch fragen, wie Lesya Solomon, die Ehefrau des zu Unrecht ermordeten Rayfield Solomon, in einem Pflegeheim dahin vegetieren kann und am Ende als grosse Heldin auftreten kann, in dem sie Geheimdienstchef Carter Gray erpresst.
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Inhaltsangabe: Die Spieler von David Baldacci

Inhalt
Annabelle Conroy ist eine äusserst geschickte Trickbetrügerin und hat dem Kasinobesitzer Jerry Bagger 40 Millionen Dollar abgeknüpft. Dieser ist für seine nicht gerade zimperliche Art bekannt und setzt alles daran, Conroy in die Finger zu bekommen und sich an ihr zu rächen. Oliver Stone, ein Vietnamveteran und ehemaliger Killer im Dienst der Amerikanischen Regierung, und seine Freunde Milton Farb, Caleb Shaw und Reuben Rhodes, die gemeinsam den sogenannten Camel Club bilden, beschliessen Annabelle zu helfen. 

Gleichzeitig treibt Harry Finn sein Unwesen. Im Auftrag seiner Mutter Lesya Solomon, einer ehemaligen Russischen Spionin, bringt er mehrere Männer um, die früher einem US-Amerikanischen Killerkommando angehörten und seinen Vater getötet haben. Drei Leute hat Finn, der ansonsten ein unauffälliges und geordnetes Leben mit seiner Ehefrau und drei Kindern führt, bereits erledigt. Als nächstes steht Carter Gray, der ehemalige Geheimdienstchef auf seiner Liste. An dem Abend, an dem er Gray in dessen Haus erledigen will, besucht Oliver Stone Carter Gray. Gray warnt Stone, dass ein Killer hinter ihnen her sein könnte und dass er sich in Acht nehmen soll, da auch er zu diesem ehemaligen Killerkommando gehört hat, das Harry Finns Vater getötet hat. Stone nimmt die Warnung an und geht wieder. Kurze Zeit später jagt Finn Grays Haus in die Luft, jedoch nicht ohne ihm vorher ein Bild seines Vaters zukommen zu lassen, damit Gray auch weiss, warum er sterben soll. Was Finn jedoch nicht weiss, ist, dass das Haus von Gray einen unterirdischen Ausgang besitzt, den Gray benutzt, um zu entkommen. Gray bunkert sich im CIA-Hauptgebäude ein und versucht mit allen Mitteln Finn zu fassen. 

Der Camel Club zieht derweil Erkundungen über Bagger ein und findet heraus, dass er Conroy bereits dicht auf den Fersen ist. Er hat sie über das Heiratsregister ausfindig gemacht und weilt bereits in Washington, wo sich auch Stone und Conroy befinden. Conroy erzählt Stone, dass Bagger nicht zufällig zu ihrem Opfer wurde, denn dieser hat vor Jahren ihre Mutter ermordet und sie wollte sich deswegen an ihm rächen. Gemeinsam mit Stone macht sie sich auf den Weg zum Grab ihrer Mutter. Die beiden entdecken dort Conroys Vater Paddy. Annabelle hat kein gutes Verhältnis zu ihrem Vater, denn sie gibt ihm die Schuld am Tod ihrer Mutter, weil er sie nicht vor Bagger beschützt hatte. Durch die Vermittlungskünste von Stone erfährt Annabelle jedoch, dass ihr Vater den Tod seiner Frau nicht verhindern konnte, da er zu dieser Zeit in einer Gefängniszelle sass. Annabelle und ihr Vater verbünden sich in der Folge, um Bagger endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. 
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