Textsorte: Interview

Was ist ein Interview?
Ein Interview ist ein Gespräch mit einer Person, in welchem der Journalist versucht, der Person mit geschickt gestellt Fragen Antworten zu entlocken. In der Folge werden die Antworten gekürzt und sprachlich aufbereitet, ehe sie publiziert werden. Es ist auch möglich, ein Interview als Basis für eine Reportage, einen Bericht oder ein Portrait zu benutzen. 

Wie schreibe ich ein Interview?
Wenn Sie ein Interview führen und schreiben wollen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:
  • Immer genau recherchieren vor dem Interview, damit man gut vorbereitet ist
  • Einige Fragen vorbereiten, jedoch eher offene Fragen, damit die Person viel spricht
  • Vor dem eigentlichen Interview in einem Vorgespräch die Rahmenbedingungen klären und den Kontakt zur Person herstellen
  • Aufnahmegerät testen!
  • Systematisch vorgehen bei der Befragung (allgemein zu spezifisch oder umgekehrt), wenn sich die Chance bietet, kann auch vom Kurs abgewichen werden
  • Sollte etwas unklar sein, sofort nachhaken
  • Namen und Daten immer nochmals nachprüfen (auch ob sie korrekt geschrieben sind), bevor sie veröffentlicht werden
  • Interview mit einem Nachgespräch beenden (Dank, evt Gegenlesung organisieren...)
  • Beim Aufschreiben des Interviews sollen sowohl die Fragen als auch die Antworten gekürzt werden
  • Die Antworten dürfen sprachlich umformuliert werden, inhaltlich nicht
  • Nonverbales Verhalten ergänzen (lacht, schmunzelt, schweigt)

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Inhaltsangabe: Der letzte war zu viel von Anja Wyser


Inhalt
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ruby hat Chloe mal wieder eine Nacht durchgefeiert. Am nächsten Morgen kann sie sich aber an nichts mehr erinnern und findet in ihrer Wohnung ein Paar gelbe Turnschuhe, von denen sie nicht weiss, wem sie gehören. Mit Ruby zusammen beginnt sie nach dem unbekannten Besitzer zu suchen. Bald kommen nur noch acht Männer in Frage, doch die Suche gerät für Chloe in den Hintergrund, als sie sich in Shane Farrell, einen Rocksänger, verliebt. An einem Konzert holt er sie auf die Bühne, singt für sie ein Lied und schreibt ihr Name und Telefonnummer auf eine Autogrammkarte. 
So ergibt sein eines aus dem anderen und die beide finden schnell einen gemeinsamen Nenner. Alles scheint perfekt und die beiden wollen sogar eine eigene Wohnung suchen. Doch dann kommt die Katastrophe: Chloes Bruder Stuart beobachtet Shane, wie er in einem Restaurant mit einer anderen Frau sitzt und alarmiert Chloe. Diese kommt sofort und muss mitansehen, wie Shane sie mit einer anderen betrügt. Sie beendet daraufhin die Beziehung mit Shane sofort und lässt sich im Geschäft für zwei Wochen krank schreiben. Sie bleibt zu Hause, hat keine Motivation und bläst Trübsal. Niemand kann sie aufheitert oder sie dazu bringen, etwas zu unternehmen. Schliesslich kann sie sich doch dazu durchringen, mit Shane zu sprechen. Dieser sagt ihr, er hätte sie nur betrogen, weil sie ihn ja auch mit Jayden hintergangen habe. Er hätte die gelben Turnschuhe gesehen.
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Rezension: Der letzte war zu viel von Anja Wyser




"Der letzte war zu viel" ist das Romandebut der jungen Schweizer Autorin Anja Wyser. Die Geschichte vermag nicht wirklich zu überzeugen, unbestritten ist jedoch Wysers Talent zu schreiben. 



Chloe Brown arbeitet in einem Münchner Kleidergeschäft als Verkäuferin. Nach einer gemeinsamen Partynacht mit ihrer besten Freundin Ruby wacht sie verkatert auf und findet in ihrem Haus ein paar herrenlose gelbe Turnschuhe. Da weder Chloe noch Ruby sich an irgendetwas erinnern können, was in besagter Nacht passiert ist, beginnt für die beiden eine mühsame Suche nach dem Besitzer der Turnschuhe. Doch als Chloe den Rocksänger Shane Farrell trifft, gerät ihre Suche nach dem Unbekannten in den Hintergrund, jedoch nicht für immer...

Platte Story
Die Ausgangslage für Wysers Roman dürften spätestens seit dem Film "Hangover" alle kennen: Eine verkaterte Nacht, in der sich so einiges abgespielt hat, an das man sich am nächsten Morgen nicht mehr erinnern kann. Ziemlich genau gleich beginnt die Geschichte von Chloe Brown - also keine wirklich bahnbrechende Idee der Autorin. Auch in der Folge wirkt die Story oft sehr konstruiert und die überraschenden Wendungen und die Spannung fehlen nahezu gänzlich. Zu oft werden absolut logische Handlungsabläufe in die Länge gezogen und als wahnsinnige Neuigkeiten oder völlig unerwartete Erkenntnisse verkauft, obwohl diese dem Leser bereits klar waren. Was mich aber am meisten verwirrte, war die Tatsache, dass, obwohl die Geschichte in München spielt, nahezu alle auftretenden Personen einen englischen Vor- und Nachnamen haben. Dieser Umstand wirkt sich negativ auf die Glaubwürdigkeit der Geschichte aus.
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Textsorte: Bewerbungsschreiben

Was ist ein Bewerbungsschreiben?
Bei einem Bewerbungsschreiben geht es darum, sich beim Arbeitgeber in ein gutes Licht zu rücken, also diskret Werbung für sich selber zu machen. Dabei formuliert man explizit, warum man für die Stelle geeignet ist, was einem daran reizt ect. Damit will man bezwecken, dass man vom eventuellen künftigen Arbeitgeber zu einem Gespräch eingeladen wird. 

Wie verfasse ich ein Bewerbungsschreiben?
Sollten Sie ein Bewerbungsschreiben verfassen wollen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:
  • Bei der Anrede den Personalverantwortlichen mit Namen ansprechen
  • Bezug nehmen auf das Inserat oder das Telefongespräch
  • Aufzeigen, dass Sie über die gewünschten Fähigkeiten verfügen (dazu das Stelleninserat genau analysieren)
  • Erklären, warum Sie genau diese Stelle wollen
  • kurz, prägnant und ohne Floskeln schreiben
  • Bewerbungsschreiben vom Layout her mit dem Lebenslauf abstimmen
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Textsorte: Geschäftsbrief

Was ist ein Geschäftsbrief?
Ich denke, es sollte allen klar sein, was ein Geschäftsbrief ist, dennoch wissen viele nicht, dass das Wort "Brief" ursprünglich vom lateinischen Wort für "kurz" abstammt und genau darum geht es auch beim Verfassen eines Briefs. Man muss sich so kurz wie möglich fassen und die vielen Floskeln, die sich beim Briefe schreiben eingebürgert haben, weglassen.

Wie schreibe ich einen Geschäftsbrief?
Wenn Sie einen Geschäftsbrief verfassen wollen, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:
  • Sich zuerst auf den Grund des Schreibens beziehen
  • Dann sofort zur Sache kommen
  • Anliegen auf den Punkt bringen
  • Das weitere Vorgehen skizzieren
  • Ohne Floskeln schreiben
  • Folgenden formalen Aufbau berücksichtigen: 
  1. oben rechts die Absenderadresse
  2. fünf Leerzeilen und dann das Datum und der Ort auf der linken Seite
  3. vier Leerzeilen gefolgt von der Empfängeradresse
  4. drei Leerzeilen bevor der Betreff des Briefs kommt
  5. zwei Leerzeilen und dann folgt die Anrede
  6. eine Leerzeile und dann kommt das Anknüpfen
  7. weitere Leerzeile vor dem Anliegen
  8. erneute Leerzeile vor dem Abschluss
  9. wieder eine Leerzeile vor "freundliche Grüsse"
  10. Unterschrift
  11. Beilagen
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Textsorte: Rezension

Was ist eine Rezension?
Eine Rezension ist ein ebenso unterhaltender wie informativer Text, der ein begründetes Urteil über ein Werk (Film, Buch, Bild...) liefert. Eine Rezension kann man nicht verfassen, wenn man sich nicht intensiv mit dem entsprechenden Werk befasst hat.

Wie schreibe ich eine Rezension?
Beim Verfassen einer Rezension gilt es einige Punkte zu beachten:
  • Eine kurze Inhaltsangabe darf nicht fehlen 
  • Die Form des Werks muss analysiert werden
  • Selbst gewählte Aspekte der Deutung müssen vorhanden sein
  • Eine begründete Wertung muss am Ende des Texts folgen
  • Zitate sollen zur Veranschaulichung des Erklärten dienen
  • Ganz am Ende werden folgende bibliografischen Angaben gemacht: Autor, Titel, Verlag, Erscheinungsdatum, Preis, Seiten, ISBN-Nummer

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Textsorte: Hypertext

Was ist ein Hypertext?
Der Hypertext ist eine Textsorte, die es noch nicht allzu lange gibt, die jedoch stetig an Bedeutung gewinnt, denn es sind Texte, die extra für den Gebrauch im Internet aufbereitet werden. Alle online Nachrichtenportale verwenden also Hypertexte. Diese unterscheiden sich wesentlich von den herkömmlichen Publikationen in Zeitungen. Die Hypertexte werden mit Bildern, Videos und Links angereichert und bieten dem Leser so einen Mehrwert. Doch dies sind nicht die einzigen Unterschiede zu Berichten und Meldungen in den Tageszeitungen, denn die Hypertexte müssen für die Lektüre am Bildschirm optimiert und vereinfacht werden.

We schreibe ich einen Hypertext?
Beim Verfassen eines Hypertexts sollten folgende Ratschläge berücksichtigt werden:
  • Wie bei der Meldung oder dem Bericht sollten Sie auch hier vom Wichtigen zu Unwichtigen gehen
  • Kurze Texte verfassen, damit das Scrollen vermieden werden kann
  • Kurze Sätze schreiben (20 Wörter pro Satz)
  • Bei längeren Hypertexten mit Zwischentiteln arbeiten und Leerzeilen, sowie Absätze zur besseren Übersicht einbauen
  • Begriffe im Text mit Hyperlinks verknüpfen, die weitere themenrelevante Informationen zur Verfügung stellen
  • Bilder und Videos dürfen ebenfalls eingebaut werden

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Textsorte: Glosse

Was ist eine Glosse?
Die Entstehung der Glosse ist folgender: Früher haben Gelehrte zu einem wichtigen Text oder zu einer Passage eine erklärende oder interpretierende Randbemerkung gemacht, die glossa (lat) hiess. Die Glosse hat daher gewisse Ähnlichkeiten mit einem Kommentar, denn bei beiden Textsorten wählt der Autor eine aktuelle Nachricht als Ausgangslage aus. Im Gegensatz zum Kommentar sucht er sich aber nur ein kleines Detail aus und macht aus diesem Detail eine grosse Sache - aus einer Mücke einen Elefanten. Wichtig dabei ist, dass die Glosse ein satirischer Text ist und oftmals mit einer Pointe endet. 

Wie schreibe ich eine Glosse?
Wenn Sie eine Glosse verfassen wollen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
  • Wählen Sie eine Detail aus einem Themengebiet Ihrer Wahl, am besten etwas Aktuelles
  • Zu Beginn die Ausgangslage klar formulieren
  • Den Gedankengang fortlaufend zuspitzen
  • Übertreibungen, Ironisierungen und Andeutungen verwenden, um die Satire in den Text einfliessen zu lassen
  • Scharfsinnig argumentieren und die Geschichte auf den Punkt bringen
  • Pointe am Ende

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