Textsorte: Zusammenfassung

Was ist eine Zusammenfassung?
Eine Zusammenfassung ist grundsätzlich identisch mit einer Inhaltsangabe, nur das man Zusammenfassungen ausschliesslich von Sachtexten anfertigt, während Inhaltsangaben bei erzählenden Texten angewendet werden. Wichtig ist dabei, dass man den Inhalt des Textes in eigenen Worten wiedergibt und dabei davon ausgeht, dass der Inhalt dem Leser oder der Leserin nicht bekannt ist. Eine Zusammenfassung muss kurz, knapp und übersichtlich sein. 

Wie schreibe ich eine Zusammenfassung?
Beim Verfassen einer Zusammenfassung müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Text wird im Präsens verfasst
  • Muss kurz, knapp, übersichtlich und klar sein
  • Keine persönlichen Kommentare und Wertungen einbauen
  • Überlegen, in welcher Reihenfolge die Informationen für den Leser bereitgestellt werden, damit der Inhalt trotzdem klar ersichtlich bleibt
  • Keine Satzteile und Sätze übernehmen, sondern in eigenen Worte verfassen
  • Immer angeben, welcher Text zusammengefasst wird (im ersten Satz angeben)


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Textsorte: Zitat (Harvard Zitierschema)

Was ist ein Zitat?
Ein Zitat ist die Aussage einer Person oder die Wiedergabe einer Textstelle, die in einem eigenen Text wörtlich übernommen - also zitiert wird. Gerade in wissenschaftlichen Arbeiten ist diese ein zentraler Bestandteil. Die Aussage muss korrekt wiedergegeben werden und als Zitat gekennzeichnet sein. Die Quelle des Zitats muss am Ende ebenfalls angegeben werden. Ist dies nicht er Fall und jemand übernimmt Texte oder Aussagen, ohne dies zu kennzeichnen, kann dieser des Plagiats bezichtigt werden.
Es kann sowohl direkt zitiert werden, wobei eine Aussage 1:1 übernommen wird, oder sinngemäss, wobei der Inhalt eines Texts in eigenen Wort wiedergegeben wird. Egal welche der beiden Methoden angewendet wird, es muss in der Folge ein Kurzverweis erfolgen. 

Wie schreibe ich ein Zitat?
Folgende Punkte sollten Sie beherzigen, wenn Sie ein Zitat nach der Harvard Zitierschema verfassen:
  • Beim direkten Zitat muss der Text muss wortgetreu übernommen werden
  • Der zitierte Satzteil muss am Anfang und am Ende mit Anführungs- und Schlusszeichen gekennzeichnet werden
  • Befindet sich innerhalb des Zitats eine direkte Rede werden die "..." durch '...' ersetzt 
  • Wird in einem Zitat eine Stelle ausgelassen wird diese so gekennzeichnet: [...]
  • Wird in einem Zitat etwas hervorgehoben, so muss dies beim Zitieren auch vermerkt werden und zwar nach der Hervorhebung durch den Zusatz: [Hervorh. d. Verf.]
  • Rechtschreibfehler werden in Zitaten übernommen, müssen aber durch das Anbringen des folgenden Zusatzes gekennzeichnet werden: [sic!]
  • Wird ein Buchstabe in einem Zitat geändert, beispielsweise wegen Gross- und Kleinschreibung, dann wird dieser in eckige Klammern gesetzt
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Inhaltsangabe: Darum von Daniel Glattauer


Inhalt

Jan Haigerer arbeitet als Lektor in einem erfolgreichen Verlag. Seine Freundin Delia, mit der er seit langem zusammen ist, arbeitet ebenfalls dort. Haigerer versucht sich selbst an einem Roman, in dem ein ganz normaler, unbescholtener Bürger plötzlich zum Mörder wird. Doch die Verlage lehnen sein Manuskript allesamt ab mit der Begründung, es sei zu weit hergeholt und er habe es nicht selbst erlebt. 
26.08.98, dieses Datum wird Haigerer zum Verhängnis, denn an diesem Tag kassiert er eine weitere Absage eines Verlags und Delia verlässt ihn für einen französischen Schriftsteller. Haigerer, der inzwischen bereits einige Jahre als Journalist für die "Kulturwelt" arbeitet, kommt mit diesen beiden Schicksalsschlägen nicht klar und beginnt daher einen Plan auszuhecken. Eines Abends setzt er sich in mit einer Faustfeuerwaffe in eine Bar. Die erstbeste Person, die das Lokal betritt, erschiesst er, ohne dass er erkannt hatte, wer es gewesen war. Der Mann ist sofort tot und Haigerer wird zum Mörder. 
Die Polizei ist schnell vor Ort und durchsucht alle Besucher der Bar. Haigerer lässt man jedoch gehen, denn man kennt den Journalisten und kann sich nicht vorstellen, dass er es war. Dieser ist frustriert, dass er nicht verhaftet wurde und verbringt den nächsten Tag allein. Am Abend kehrt er an den Tatort zurück und lässt sich in seinem Frust volllaufen. Beatrice, die Kellnerin des Lokals, kümmert sich in der Folge um ihn. Der sturzbetrunkene Haigerer verrät ihr in der Nacht die Zahlenfolge 2-6-0-8-9-8, sagt dass es ein Geheimcode sei und dass er der Mörder von Rolf Lentz ist. 
Am nächsten Tag stellt Haigerer sich der Polizei und bringt die Tatwaffe gleich mit. So bleibt den Behörden nichts anderes übrig, als ihn in Gewahrsam zu nehmen. Doch niemand behandelt ihn wie einen Mörder, denn alle sind sich sicher, dass er unmöglich der Täter sein kann. Die Beweislast ist jedoch erdrückend und Haigerer bleibt in U-Haft. Helena Selenic, die zuständige Untersuchungsrichterin, nimmt die Protokolle auf und lernt Haigerer dabei besser kennen. Sie verguckt sich in ihn und kann sich auch nicht vorstellen, dass er der Täter sein kann. An Weihnachten nimmt sie ihn gegen die Dienstvorschrift mit zu sich nach Hause und schläft mit ihn. In der Folge lässt sie sich jedoch nicht mehr bei ihm blicken.
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Rezension: Darum von Daniel Glattauer


Der Roman "Darum" des österreichischen Erfolgsautoren Daniel Glattauer wartet mit einem unkonventionellen, aber deswegen nicht minder spannenden und mit Überraschungen gespickten Plot auf, in dem ein Mörder für seine Tat verurteilt werden, die Justiz ihn aber unbedingt freisprechen will.

Der 43-jährige Journalist der "Kulturwelt" Jan Haigerer erschiesst in einer Bar einen ihm unbekannten Mann. Daraufhin stellt er sich der Polizei und möchte, dass er für seine Tat verurteilt wird. Da er jedoch ein angesehener Bürger ist und niemand seiner Freunde und Arbeitskollegen ihm diesen Mord zutraut, versucht die Justiz Gründe und Erklärungen zu finden, um ihn zu entlasten. Haigerer will jedoch unbedingt lebenslänglich hinter Gitter kommen, ein Motiv will er aber nicht verraten. Er beginnt zu Lügen und tischt dem Gericht eine wirre Geschichte auf, die beweisen soll, dass er schwul war und aus Eiversucht den Mann, der sein Liebhaber gewesen sein soll, umgebracht hatte. Seine Geschichte wird jedoch unglaubwürdig, als plötzlich neue Zeugen vor Gericht auftauchen und ihn entlasten. 

Völlig neuer Ausgangspunkt
Daniel Glattauer wählte für seinen Kriminalroman "Darum" eine völlig neue und unerwartete Ausgangslage. Für einmal jagen nicht die Ermittler den Täter und versuchen ihn für seine Tat zu bestrafen, sondern der Täter versucht für seine Tat bestraft zu werden, während die Ermittler mit allen Mitteln seine Unschuld beweisen wollen. Anfangs war ich skeptisch ob dieser doch eher spezielle Plot überzeugen und für Spannung sorgen kann, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Glattauer schafft ist mit seiner enormen Wortgewandtheit, seinen mit viel Liebe zum Detail gestalteten Erzählungen und den überraschenden Wendungen den Leser zu fesseln.
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Textsorte: Mindmap

Was ist ein Mindmap?
Ein Mindmap ist eigentlich nichts anderes als ein numerisch oder hierarchisch geordnetes Clustering. Die mit dem Clustering gefundenen Begriffe werden im Mindmap als Rohmaterial weiter verwendet. Um das ganze System zu veranschaulichen, kann man sich das Ganze mit Hilfe von Kapiteln und Unterkapiteln vorstellen. Vom Kernwort aus zweigen beispielsweise drei Hauptbegriffe ab (1,2,3), diese haben wiederum mehrere Assoziationen (1.1, 1.2 / 2.1, 2.2 / 3.1, 3.2), die weitere mit sich ziehen (1.1.1, 1.2.1 / 2.2.1, 2.2.4...) usw. Dieses Spiel kann beliebt weiter geführt werden.

Wie schreibe ich ein Mindmap?
Wenn Sie ein Mindmap erstellen wollen, sollten Sie diese Grundsätze beachten:
  • Mindmap ist kein Brainstorming
  • Zuerst ein Clustering durchführen
  • Begriffe ordnen und hierarchisch auflisten
  • Es gibt auch online Tools für Mindmaps: Freemind oder wikimindmap

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Textsorte: Definition

Was ist eine Definition?
Eine Definition ist eine sehr wichtige Textsorte, denn sie bildet bei wissenschaftlichen Arbeiten oftmals den Ausgangspunkt. Es geht dabei darum, die Bedeutung eines Begriffes kurz und knapp zu bestimmen. Wichtig ist dabei, dass man ihn ganz klar von anderen Begriffen abgrenzt und auch mehrere Bedeutungen erläutert, falls diese vorhanden sind. Die Definition ist stets objektiv zu halten, auch wenn verschiedene Personengruppen oder verschiedene Altersgruppen denselben Begriff unterschiedlich verstehen und interpretieren. Eine Person kann auch selber festlegen, was sie unter einem Begriff versteht.

Wie schreibe ich eine Definition?
Beim Verfassen einer Definition sollten Sie folgende Punkte beherzigen:
  • Zuerst ein Clustering oder ein Mindmap durchführen
  • Abklären, welche Elemente wirklich zum Begriff gehören und welche nicht
  • Nur bekannte Wörter in die Definition nehmen (auf keinen Fall das zu definierende Wort)
  • Eindeutig schreiben
  • So kurz wie möglich halten


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Textsorte: Lexikonartikel

Was ist ein Lexikonartikel?
Ein Lexikonartikel ist meist in einem Nachschlagewerk zu finden, in dem Wissenswertes über alle Sachgebiete oder über ein bestimmtes Sachgebiet gesammelt wird. Der Sinn eines Artikels besteht darin, zu einem bestimmten Stichwort Informationen bereitzustellen. Dabei ist es jedoch nicht nur die Definition, die angegeben wird, sondern es wird auch die Bedeutung erklärt und die historische Entwicklung des Begriffs erläutert. Beim Verfassen das Lexikonartikels muss stets darauf geachtet werden, wer das Zielpublikum ist, damit die Sprache entsprechend angepasst werden kann. 

Wie schreibe ich einen Lexikonartikel?
Wenn Sie einen Lexikonartikel verfassen wollen, halten Sie sich an folgende Richtlinien:
  • Lexikonartikel beginnt mit der Definition des Begriffs in einem Satz
  • Verschiedene Bedeutungen werden in separaten Unterkapiteln behandelt
  • Historische Entwicklung des Begriffs erläutern
  • Klar und so einfach wie möglich formulieren
  • Fachbegriffe weglassen


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Textsorte: Clustering

Was ist ein Clustering?
Das Clustering ist, genau wie auch die Ecriture automatique, eine kreative Textsorte, die man ausschliesslich zur Ideensuche verwendet. Bei diesem sogenannten Brainstorming wählt man zu Beginn einen zentralen Begriff, den man in der Mitte des Notizblattes setzt. In der Folge schreibt man alle weiteren Begriffe und Wörter auf, die einem zu diesem Kernbegriff in den Sinn kommen. Jeder Begriff wird von einem Kreis umrandet und diese werden dann miteinander verbunden, jedoch nur diejenigen, die miteinander zusammen hängen Der Sinn dieser Methode besteht darin, dass die bildliche und die begriffliche Hirnhälfte zusammen arbeiten und gemeinsam zu besseren Resultate kommen.

Wie schreibe ich ein Clustering?
Wenn Sie ein Clustering zur Ideensuche anwenden wollen, dann sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:
  • Kernbegriff in die Mitte des Blattes schreiben und einen Kreis darum ziehen
  • Vom Kern aus werden weitere Begriffe notiert, um die auch ein Kreis gezogen wird
  • Die zusammengehörenden Begriffe werden mit einem Strich verbunden
  • Neue Assoziationsketten gehen wieder vom Kernbegriff aus
  • Alle Ideen werden notiert (keine Zensur)

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Textsorte: Inhaltsangabe

Was ist eine Inhaltsangabe?
Eine Inhaltsangabe ist eine besondere Form der Zusammenfassung und hat die Aufgabe, den Leser, der mit dem Inhalt nicht vertraut ist, zu informieren, worum es in dem literarischen Werk oder in dem Spielfilm geht. Dabei wird die Haupthandlung des Werks chronologisch wiedergegeben, was jedoch nicht zwingend der Reihenfolge, wie diese im Buch oder im Film vorkam, entsprechen muss. Ebenfalls wichtig ist, dass der Schluss bei einer Inhaltsangabe stets preisgegeben wird. 

Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?
Wenn Sie eine Inhaltsangabe verfassen wollen, sollten Sie folgende Punkte beherzigen:
  • Soll ein zusammenhängender Text sein (keine Stichworte)
  • Vorher überlegen, welche Handlungen und Personen erwähnt werden sollen
  • Persönliche Meinungen und Urteile sind nicht erlaubt
  • Schluss muss verraten werden
  • Wird im Präsens verfasst
  • Chronologischer Ablauf muss gewährleistet sein (auch wenn im Werk nicht so beschrieben)

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Textsorte: Kommentar

Was ist ein Kommentar?
Ein Kommentar ist eigentlich genau dasselbe wie eine Stellungnahme. Dabei geht es darum, seiner Meinung zu einem Sachverhalt oder einem umstrittenen Thema Ausdruck zu verleihen. Der Autor des Kommentars muss dabei seine Meinung deutlich machen und diese auch mit fundierten Argumenten belegen können. Ein Kommentar hat ein fixes Aufbaumuster. In der Einleitung wird erklärt, worum es geht und der Verfasser gibt seine Meinung preis. Um diese zu unterstützen werden im Hauptteil die Argumente aufgelistet, die dann im Schlussteil noch einmal zusammengefasst und mit einem gelungenen Schlusssatz abgerundet werden. 

Wie schreibe ich einen Kommentar?
Um einen Kommentar zu verfassen, müssen folgende Hinweise in die Tat umgesetzt werden:
  • Möglichst viele Informationen für die Argumentation sammeln
  • Ein Argument besteht aus einer Aussage, deren Begründung und einem dazu passenden Beispiel
  • Keine Behauptungen, Übertreibungen, Verallgemeinerungen und Unsachlichkeiten
  • Die Warum-Frage beantworten
  • In der Gegenwartsform verfassen
  • In der Ich-Form schreiben
  • Leicht nachvollziehbar und verständlich für alle

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Textsorte: Reportage

Was ist eine Reportage?
Eine Reportage ist ein Erlebnisbericht, der auf Tatsachen und/oder Erlebnissen basiert. Jedoch sind diese Texte subjektiv gehalten und werden mit eigenen Beobachtungen, Empfindungen und Stimmungsberichten ausgeschmückt. So soll der Text zu einer leicht lesbaren, aber dennoch spannenden Lektüre werden, die dank vielen subjektiven Details dafür sorgt, dass die Aufmerksamkeit des Lesers erregt wird und ihm in Erinnerung bleibt. Vor allem der Anfang und das Ende sollten eingängig gestaltet werden. 

Wie schreibe ich eine Reportage?
Sollten Sie eine Reportage schreiben wollen, müssen Sie folgende Punkte berücksichtigen:
  • So viele Informationen wie möglich sammeln
  • Reisen und Begegnungen mit spannenden Menschen bieten sich an
  • Häufig in der Ich-Form verfasst
  • Kann in Vergangenheitsform oder in der Gegenwart erzählt werden
  • Zitate, Empfindungen und Eindrücke einfliessen lassen
  • Sind oft ziemlich lang (eher in Magazinen als in Tageszeitungen zu finden)

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Textsorte: Portrait

Was ist ein Portrait?
Ein Portrait ist eigentlich nichts anderes als eine Reportage über eine Person. Diese Person ist meist eine berühmte Persönlichkeit und der Zweck des Portraits ist es dann, dem Leser diesen Menschen näher zu bringen. Dabei geht es nicht nur um dessen Äusseres, sondern auch um die inneren Eigenschaften, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser Person. Ein Portrait basiert meistens auf einem Interview, das der Autor mit der berühmten Persönlichkeit geführt hat. Oftmals werden daher auch Zitate in den Text eingebunden, welche die jeweiligen Eigenheiten hervorheben.

Wie schreibe ich ein Portrait?
Diese Punkte sollten beim Verfassen eines Portrait berücksichtig werden:
  • Lebendige und sinnliche Sprache verwenden
  • Beschreibung (Aussehen), Zitate, persönliche Reflexionen, Kommentare und Erzählungen finden Unterschlupf im Text
  • Wird im Präsens verfasst
  • Anschaulich und konkret
  • Eigenheiten der Person herausheben (mit Zitaten und Anekdoten)


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Textsorte: Bericht

Was ist ein Bericht?
Berichte sind die Hauptbestandteile von Zeitungen und Nachrichtenportalen im Internet. Im Vergleich zu einer Meldung sind sie länger und vermitteln dem Leser sowohl Hintergrundinformationen als auch Zitate. Dennoch gelten dieselben Regeln wie auch bei einer Meldung. Die Texte sollten sachlich und neutral sein. Ein Bericht verfügt normalerweise über einen Titel, eine Einleitung (Lead), einen Haupt- und einen Schlussteil. 

Wie schreibe ich einen Bericht?
Beim Verfassen eines Berichts gibt es einige Grundregeln, die beachtet werden sollten:
  • Die Fragen wer, was, wo, wann, wie und warum werden beantwortet
  • In der Einleitung (Lead) werden die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst
  • Vom Wichtigen zum Unwichtigen
  • Vorgeschichte, grössere Zusammenhänge und Zitate dürfen und sollen verwendet werden
  • Neutral und sachlich
  • Keine Gefühle und wertende Formulierungen


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Textsorte: Meldung

Was ist eine Meldung?
Eine Meldung ist dasselbe wie eine Nachricht und dürfte daher eigentlich jedem bekannt sein, denn Meldungen findet man auf jeder Internetseite und in jeder Zeitung. Grundsätzlich geht es bei einer Meldung darum, eine Person, die bei einem Ereignis nicht anwesend war, kurz und knapp über das Geschehene zu informieren. Wichtig ist dabei, dass Meldungen einfach und sachlich gehalten werden sollen. 

Wie schreibe ich eine Meldung?
Bei Verfassen einer Meldung sollten einige Grundsätze eingehalten werden:
  • Text wird sachlich verfasst
  • Die Fragen wer, wann, wo, wie was müssen beantwortet werden
  • Einfache, verständliche Sprache
  • Vom Wichtigen zum Unwichtigen (damit die Redaktionen von hinten kürzen können)
  • Keine Gefühle und Wertungen
  • In der Vergangenheit verfasst
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1 Jahre deutschsprachige-literatur.blogspot.com!

Am 6.5.2010 habe ich den ersten Artikel auf diesem Blog verfasst. Jetzt lesen Sie gerade den 263. Beitrag - es hat sich also einiges getan in diesem ersten Jahr. Auf den folgenden Zeilen werde ich nochmals zurückblicken, jedoch auch bereits ein wenig in die Zukunft vorausschauen.

Im vergangenen Jahr hat sich das Erscheinungsbild des Blogs mehrmals von Grund auf geändert. Dies lag vor allem daran, dass ich mit dem jeweiligen Design oder den Möglichkeiten für die Benutzer nicht zufrieden war und daher immer nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten gesucht habe. Mit der aktuellen Version, die seit Dezember 2010 online ist, bin ich sehr zufrieden. Natürlich gibt es immer Dinge, die man verbessern kann. Wenn Sie also Wünsche, Ideen und Verbesserungsvorschläge haben, dann schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Beitrag. Natürlich dürfen Sie mit auch zum Inhalt und allen anderen Bereich des Blogs ihre Meinung mitteilen. Ich freue mich über Ihre Feedbacks!

Der Blog hat sich aber nicht nur Layout-technisch und inhaltlich entwickelt, sondern auch die Besucherzahlen sind stark gestiegen. Während sich am Anfang nur ein paar wenige Besucher pro Tag auf den Blog "verirrt" haben, sind es aktuell etwa 400 - 500 Besucher pro Tag (Zahlen von Google Analytics). Der weitaus grösste Teil der Besucher findet den Weg über Google zum Blog, doch auch über die Facebook- und Twitterplattformen des Blogs kamen Besucher. Ich bin positiv überrascht über die grosse Resonanz des Blogs und hoffe, dass er auch weiterhin auf reges Besucherinteresse stösst!

Was kann man von der Zukunft erwarten? Diese Frage ist nur sehr schwer zu beantworten, aber ich werde natürlich weiterhin versuchen, so viele Interessante Artikel wie möglich zum Thema der deutschsprachigen Literatur zu verfassen. Sicherlich werde ich die neue Rubrik "Textsorten" komplettieren und versuchen, einen grösseren regelmässigen Leserstamm aufzubauen. Dies vor allem über die Netzwerke Facebook und Twitter. Ich würde mich freuen, wenn Sie zu Fans oder Followern des Blogs würden!

Auf weitere erfolgreiche Wochen und Monate und viel Spass beim Lesen wünscht

fba
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Inhaltsangabe: Leichenblässe von Simon Beckett


Inhalt
Tom Lieberman wurde von der Polizei Tennesses bei einem Mord zur Hilfe gebeten. Der Tote war bereits stark verwest in einem Ferienhaus gefunden und man bat ihn, gemeinsam mit David Hunter, die Leiche zu identifizieren und die Todesursache festzustellen. Am Tatort wurde auch ein Fingerabdruck gefunden, dieser gehörte jedoch nicht dem Täter, sondern einem Mann, der vor sechs Monaten bei einem Autounfall gestorben war. Die Polizei exhumierte in der Folge das Grab dieses Mannes um festzustellen, ob er auch tatsächlich begraben wurde oder ob er vielleicht noch lebte. Im Grab lag jedoch eine weitere Leiche, die nicht identifizierbar war und die auch bereits sehr starke Verwesungsmerkmale aufwies. Hunter und Lieberman arbeitete mit Hochdruck daran, die Identität der Toten und ihre Todesursache herauszufinden.
Doch der Täter schlug erneut zu. Das nächste Opfer war der selbstverliebte Profiler Irving, der bei den Ermittlungen mitgeholfen hatte. Der Täter musste also ganz in der Nähe sein. Auf der vermeintlichen Tatwaffe im Falle Irvings, einer Eisenstange, waren die Fingerabdrücke von Noah Haper zu finden, einem Mann, der bereits seit sieben Monaten tot war. Liebermann und Hunter fanden heraus, dass es sich bei Harper um den unbekannten Mann im Grab handelte. Da stellte sich natürlich die Frage, wie es möglich war, dass auf dem Friedhof niemand merkte, dass die falsche Leiche beerdigt wurde. So geriet der Friedhofsbesitzer York unter Tatverdacht, zumal im angrenzenden Friedhofswald die Einzelteile einer weiteren Leiche gefunden wurden. Diesmal handelte es sich um den Mann, der beim Autounfall gestorben war.
Lieberman arbeitete bis spät in die Nacht im Labor. Er wurde von einem Telefonanruf unterbrochen und erlitt kurz darauf einen Herzanfall. Noch in derselben Nacht wurde er operiert, doch er verstarb kurze Zeit später. Das einzige, dass er noch sagen konnte, war das Wort „spanisch“.
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Rezension: Leichenblässe von Simon Beckett


„Leichenblässe“ ist das erste Werk, welches ich vom Englischen Erfolgsautoren Simon Beckett lese. Der forensische Anthropologe David Hunter hat es mir sofort angetan und auch der Plot ist sehr überzeugend – Spannung von der ersten bis zur letzten Seite garantiert!

Der dritte Teil der David Hunter Serie beginnt damit, dass der Londoner David sich in Amerika befindet, wo er seinen Mentor Tom Lieberman besucht und zusammen mit ihm auf der Body Farm in Tennesse arbeitet. Doch schon bald werden die beiden in einen mysteriösen Fall hineingezogen. Mehrere Leichen werden gefunden, die viel stärker verwest sind als sie eigentlich sollten, und als sich dann auch noch heraus stellt, dass die Toten gar nicht diejenigen Personen waren, für die sie die Ermittler gehalten hatten, ist das Chaos perfekt. Hunter und Lieberman ermitteln und geraten dabei jedoch selbst in Gefahr, denn der Täter ist näher als sie es vermutet haben.

Überzeugende Recherche
Simon Becketts Erzählung besticht durch verschiedene Dinge, doch hauptsächlich durch die überaus genaue und detaillierte Recherche. Das Gebiet der Forensik wird dem Leser durch die Arbeit von Dr. David Hunter näher gebracht. Auf diese Weise lässt Beckett den Leser daran teilhaben, was man aus Knochen, Verwesungsstadien, Insekten, die sich auf den Leichen befinden, und vielem anderem alles herauslesen kann. Diese Details sind nicht immer leicht verdaulich, sondern teilweise auch ziemlich ekelerregend. Nichts desto trotz ist es extrem spannend zu lesen, denn es ist eine Ermittlungsarbeit und auch ein Forschungsgebiet, dass in Kriminalromanen sonst nur am Rande vorkommt.

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Textsorte: Essay

Was ist ein Essay?
Essay bedeutet so viel wie „Versuch“ und genau das soll es auch sein. Es ist ein Versuch, ein wissenschaftliches, politisches, philosophisches oder ähnliches Thema in einem knappen, anspruchsvollen und absichtlich subjektiv verfassten Kontext zu behandeln. Wichtig ist dabei, dass eine These oder eine kontrovers diskutierte Fragestellung im Zentrum steht und dass das Essay dem Leser Denkanstösse und Raum für eigene Ideen und Interpretationen bietet. Ein Essay basiert auf Fakten. Es ist also wichtig, dass die Argumente kritisch beurteilt und auch abgewogen werden. Allerdings wird kein Anspruch auf Vollständigkeit gestellt, sondern es geht in erster Linie darum, das Thema in einem grösseren Gesamtrahmen zu behandeln.

Wie schreibe ich ein Essay?
Beim Verfassen eines Essays sollten folgende Punkte beachtet werden:
  • Interpretationen und Ansichten sind subjektiv zu halten
  • Argumentationen müssen auf Fakten basieren und stehen im Zentrum des Textes
  • Einfache und direkte Sprache
  • Fremdwörter und Fachsprache vermeiden
  • Aufbau ist grundsätzliche frei wählbar, die Form „Einleitung, Argumentation, Schluss“ ist jedoch die am weitesten verbreitete Variante

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Textsorte: Thesenpapier

Was ist ein Thesenpapier?
Das Thesenpapier ist von der Grundidee her der Mitschrift sehr ähnlich. Auch bei dieser Textsorte geht es darum, den Inhalt eines Vortrags in Form von geordneten Notizen wieder zu geben. Doch der Unterschied besteht darin, dass das Thesenpapier von der referierenden Person bereits vor der Präsentation abgegeben wird, so dass die Zuhörer sich während der Präsentation ergänzende Notizen machen können. Daher sollte die Gliederung des Referats auch im Thesenpapier erkennbar sein und eine Person, die nicht anwesend war, sollte anhand der Gliederung und der vorhandenen Informationen verstehen können, worum es in dem Referat ging. Stichwörter und lose Thesen sollten also vermieden werden.

Wie schreibe ich ein Thesenpapier?
Wenn Sie ein Thesenpapier verfassen möchten, dann sollten Sie sich folgende Punkte zu Herzen nehmen:
  • Thema, Fragestellung, Definition, Zitate und deren Belege sowie Literaturhinweise müssen vorhanden sein
  • Es muss Raum für persönliche Notizen gelassen werden
  • Im Kopf sollen Ort, Zeit, Anlass, Titel des Referats und Name des Referenten genannt werden
  • Hierarchische Gliederung des Referats übernehmen
  • Maximal 2 A4 Seiten
  • Kurze und übersichtliche Sätze, die das wichtigste zusammenfassen

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Textsorte: Mitschrift

Was ist eine Mitschrift?
Eine Mitschrift ist eine Textsorte, die vorwiegend von Schülern und Studenten genutzt wird. Dabei geht es darum, eine Vorlesung oder den Unterricht wiederzugeben, jedoch nicht komplett, sondern nur die wichtigsten Aspekte. Eine Mitschrift ist also eigentlich eine Inhaltsangabe des Unterrichts und dient dazu, zu einem späteren Zeitpunkt den Stoff einfacher zu lernen. Daher ist es wichtig, dass die Haupt- und Unterthemen des Vortrags, sowie auch die Quellen, Literaturangaben und Fachbegriffe chronologisch und korrekt notiert werden. 

Wie schreibe ich eine Mitschrift?
Beim Verfassen einer Mitschrift gibt es einige Punkte, die Sie berücksichtigen sollten:
  • Nicht linear schreiben, sondern Raum für spätere Ergänzungen lassen
  • Nicht mehr als 2-4 A4 Seiten füllen (egal welche Handschrift)
  • Nur Stichworte und Schlüsselsätze notieren
  • Visualisierungen wie Pfeile, Kreis und Linien sind hilfreich
  • Eigene Ideen, Fragen oder Folgerungen deutlich abgegrenzt notieren
  • Abkürzungen können sehr hilfreich sein

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Textsorte: Journal

Was ist ein Journal?
Beim Journal handelt es sich um eine Textsorte, die fast ausschliesslich beim Verfassen von grösseren Arbeiten (Seminar- oder Doktorarbeit) zum Zuge kommt. Dabei geht es darum, dass man sich eine spezifische Frage stellt und sich in der Folge mit der Lösung dieses Problems befasst. Das Journal wird dann zu einer Art Tagebuch, in dem jedoch nicht private Erlebnisse aufgeschrieben werden, sondern Beobachtungen, persönliche Erkenntnisse und Folgerungen zur vorher definierten Sachfrage. Der Vorteil des Journals ist, dass man sich über längere Zeit mit dem Thema befassen kann und wann immer man will. Man ist also nicht an feste Arbeitszeiten gebunden. 

Wie schreibe ich ein Journal?
Wenn Sie ein Journal führen möchten, dann sollten Sie folgende Punkte beherzigen:
  • Das Journal immer bei sich führen, damit alle Einfälle notiert werden können
  • Immer alles sofort aufschreiben
  • Schnell schreiben und nicht bereits abwiegen, ob eine Information wichtig ist oder nicht
  • Eher zu viel als zu wenig schreiben
  • Skizzen und Visualisierungen von Ideen oder Beobachtungen können hilfreich sein
  • Stil und Orthographie spielen nur eine untergeordnete Rolle

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Textsorte: Sage

Was ist eine Sage?
Eine Sage ist einem Märchen ziemlich ähnlich, denn auch sie behandelt übernatürliche Geschehnisse. Normalerweise wird eine Sage - wie der Name sagt - zuerst mündlich überliefert und zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich festgehalten. Sagen haben aber im Gegensatz zu Märchen einen Ursprung, der in der Realität liegt. So bieten beispielsweise geschichtliche Ereignisse oder Personen einen Rahmen für die Handlung. Sagen können auch die Herkunft eines Namens oder die Entstehung eines Sachverhalts erläutern.

Wie schreibe ich eine Sage?
Beim Verfassen einer Sage, sollten folgende Merkmale beachtet werden:
  • Grundlage ist eine aussergewöhnliche Begebenheit, von der aus man die restliche Geschichte entwickelt
  • Der Rest darf auch erfunden und übertrieben dargestellt werden
  • Räumliche und zeitliche Details müssen genannt werden
  • Weiter gelten dieselben Punkte wie beim Märchen

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Textsorte: Märchen

Was ist ein Märchen?
Ein Märchen ist eine Prosaerzählung, die nicht sehr lang ist. Dabei handelt es sich fast ausschliesslich um Geschichten, in der Gut gegen Böse kämpft, wobei am Ende wird immer das Gute gewinnen, während das Böse bestraft wird. Die Charaktere, die in den Märchen vorkommen sind stets typisiert und weisen keine komplexen Charaktereigenschaften auf. So ist beispielsweise die Prinzessin immer hübsch und die Stiefmutter böse. In jedem Märchen wirken auch übernatürliche und phantastische Kräfte wie beispielsweise Hexen, Feen, Zauberer oder Zwerge mit. Ebenfalls ein wichtiger Teil eines Märchens ist die Moral, wobei diese nicht immer besonders tiefgründig sein muss, Hauptsache das Gute gewinnt. 

Wie schreibe ich ein Märchen?
Wenn Sie ein Märchen schreiben wollen, sollten Sie folgende Punkte unbedingt berücksichtigen:
  • Es wird in der Vergangenheit erzählt
  • Es war einmal ist der Standard-Eröffnungssatz
  • Die Handlung verläuft chronologisch (ohne Vorausdeutungen und Rückblenden)
  • Einfache Sprache, oftmals parataktische Satzgefüge
  • Figuren sind typisiert und nicht komplex
  • Am Ende wird das Gute das Böse besiegen

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Textsorte: Gleichnis

Was ist ein Gleichnis?
Das Gleichnis hat denselben Anspruch wie die Parabel und die Fabel, nämlich das Belehren. Dennoch unterscheidet es sich geringfügig von der Parabel. Bei einem Gleichnis wird die Interpretation, also die Deutung der Geschichte, gleich mitgeliefert. Ebenfalls typisch ist, dass es sich bei der Belehrung nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um eine allgemein gültige Tatsachen, die dann anhand des Gleichnis bildlich erklärt wird. 
Da die Unterschiede zwischen dem Gleichnis und der Parabel verschwindend gering sind, wird oftmals auf eine Unterscheidung verzichtet.
Wie schreibe ich ein Gleichnis?
Beim Verfassen eines Gleichnis, sollten folgende Punkte unbedingt berücksichtigt werden:
  • Die Lehre ist der zentrale Aspekt der Geschichte (Sachteil)
  • Die Geschichte darum herum (Bildteil) wird zu Illustrationszwecken erfunden
  • Bild- und Sachteil verlaufen stets parallel
  • Die Handlung wird in der Gegenwart geschildert
  • Für den Bildteil werden fast ausschliesslich Motive aus den traditionellen Bereichen gewählt
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Textsorte: Fabel

Was ist eine Fabel?
Die Fabel ist die epische Kurzform einer Erzählung, die den Anspruch hat, lehrhaft zu sein, sprich eine Moral zu haben. Das Hauptmerkmal der Fabel ist, dass Tiere und teilweise auch Pflanzen die Eigenschaften von Menschen übernehmen und so beispielsweise sprechen können. Die Tiere in den Fabelerzählungen werden häufig stereotypisiert. Der Fuchs ist beispielsweise schlau, der Esel dumm oder der Löwe majestätisch. Mit der Pointe am Schluss der Erzählung beabsichtigt der Autor, dem Leser entweder explizit oder teilweise auch nur implizit eine Moral mit auf den Weg zu geben. 

Wie schreibe ich eine Fabel?
Um eine Fabel zu verfassen, muss man folgende Punkte berücksichtigen:
  • Die Pointe ist der Mittelpunkt der Erzählung und hat einen moralischen Aspekt
  • Wird in der Vergangenheit verfasst
  • Kurz und knapp erzählt, Überflüssiges wird weggelassen
  • Charakterisierungen werden oftmals weggelassen, da diese mit der Nennung des Tiernamens bereits impliziert werden (Beispiele oben)
  • Moral wird entweder ausgesprochen (explizit) oder mit dem Ausgang der Geschichte nur angedeutet (implizit)
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Textsorte: Leserbrief

Was ist ein Leserbrief?
Ein Leserbrief wird ausschliesslich von Lesern und Leserinnen einer Zeitung, einer Zeitschrift oder eines Magazins verfasst. Dieser Brief ist oftmals eine Reaktion (positiv oder negativ) auf einen früher veröffentlichten Artikel in diesem Publikationsorgan. Möglich ist auch, dass sich der Verfasser des Leserbriefs auf einen anderen Leserbrief bezieht oder dass er gar von sich aus ein aktuelles Thema anspricht, das vom Herausgeber noch gar nicht behandelt wurde. Die Redaktionen der jeweiligen Zeitungen dürfen selbst entscheiden, welche Leserbriefe veröffentlicht werden und dürfen dieses sowohl kürzen als auch sprachlich verändern.

Wie schreibe ich einen Leserbrief?
Falls Sie einen Leserbrief verfassen möchten, der dann auch gedruckt wird, müssen sie die Grundregeln des Leserbriefschreibens berücksichtigen:
  • Deutlich machen, auf welchen Artikel sich der Leserbrief bezieht
  • Klar machen, ob der Leserbrief positiv oder kritisch ist oder ob er gar ein neues Thema einbringen soll
  • Gute Argumente einfliessen lassen und Gegenargumente widerlegen
  • Argumentation muss sachlich sein und auf Fakten basieren
  • In der Kürze liegt die Würze
  • Name und Wohnort angeben, denn anonyme Leserbriefe werden nicht veröffentlicht
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Textsorte: Klappentext

Was ist ein Klappentext?
Der Klappentext ist eine kurze, aber dennoch sehr wichtige Textsorte. Einen Klappentext ist auf der Rückseite jedes Buches zu finden und ist in Tat und Wahrheit nichts anderes, als ein längerer Werbeslogan, der den Kunden zum Kauf des Werks anregen soll. Da auf der Rückseite eines Buches nicht sehr viel Platz zur Verfügung steht, ist ein Klappentext meist nur etwa 10 - 12 Zeilen lang. 

Wie schreibe ich einen Klappentext?
Um einen Klappentext zu verfassen, der die Kunden auch tatsächlich zum Kauf anregt, müssen einige Punkte berücksichtigt werden:
  • kurze Inhaltsangabe
  • Schluss der Geschichte darf auf keinen Fall verraten werden
  • Spannung aufbauen (damit der Leser das Buch kaufen will)
  • Sollte die Geschichte sich um die grossen Fragen des Lebens drehen (Liebe, Familie, Tod...), kann man das erwähnen
  • evt einige Bemerkungen zur Form hinzufügen
  • ein oder zwei kurze positive Zitate von möglichst bekannten Kritikern/Zeitungen/Autoren einbinden

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Textsorte: Aphorismus

Was ist ein Aphorismus?
Der Aphorismus ist die kürzest mögliche Textsorte, denn sie besteht nur aus einem einzigen Satz. Das Ziel ist es, einen Grundgedanken so originell wie möglich zu verpacken und damit für Unterhaltung zu sorgen. Ein Aphorismus muss nicht der Wahrheit entsprechen, sollte diese aber aufgrund der Pointe und der rhetorischen Stilmittel, die eingesetzt werden, überflügeln. 

Wie schreibe ich einen Aphorismus?
Um einen Aphorismus zu verfassen, müssen einige essentielle Grundregeln eingehalten werden:
  • Grundgedanke muss originell sein
  • rhetorische Stilmittel wie Metapher, Paradoxon, Hyperbel oder Antithese sind hilfreich
  • beinhaltet oftmals eine doppelte Pointe
  • kurz und pointiert (1 Satz)
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Textsorte: Anekdote

Was ist eine Anekdote?
Das Wort "Anekdote" stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Unveröffentlichtes" und genau das ist eine Anekdote auch. Oftmals wird das, was in der offiziellen Geschichtsschreibung weggelassen oder nur eine Randnotiz hergab, später in Form einer Anekdote doch noch festgehalten. Die zentrale Figur in einer Anekdote ist häufig eine berühmte Persönlichkeit. Eine Anekdote orientiert sich an geschichtlichen Begebenheiten, muss aber selbst nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Wichtig ist dafür, dass die Eigenart des Protagonisten am Ende in Form einer Pointe oder einer überraschenden Wendung dargestellt wird. Die Urheber dieser Texte sind meist unbekannt.

Wie schreibe ich eine Anekdote?
Beim Verfassen einer Anekdote gibt es einige wichtige Punkte, die sie auf jeden Fall berücksichtigen sollten:
  • Wird in der Vergangenheit geschrieben
  • Wird oft szenisch erzählt und das Erzählverhalten ist neutral
  • Es darf übertrieben und dazu erfunden werden (muss aber immer noch wahr klingen)
  • kurz und pointiert schreiben (Überflüssiges weglassen)
  • Hauptperson muss klar ersichtlich sein
  • Überraschendes und pointiertes Ende

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Textsorte: Abstract

Was ist ein Abstract?
Ein Abstract ist grundsätzlich eine spezielle Form einer Zusamenfassung, die kurz und knapp wiedergibt, was auf den folgenden Seiten behandelt wird. Zu beachten ist dabei, dass es sich beim nachfolgenden Text meist um ausführliche Fachaufsätze oder wissenschaftliche Arbeiten handelt. Das Abstract ist bezüglich seines Aufbau identisch gegliedert, wie die danach folgende Arbeit. Der Sinn dieser Textsorte besteht darin, dass ein möglicher Leser der Arbeit oder des Aufsatzes einen kurzen Überblick erhält, worum es in der Arbeit geht und was ihn erwartet. 

Wie schreibe ich ein Abstract?
Folgende Punkte sollten beim Verfassen eines Abstracts beherzigt werden, damit es seine Aufgabe auch zu erfüllen vermag:
  • Die Länge beträgt normalerweise 100 bis 150 Wörter
  • kurze Sätze schreiben
  • pointiert
  • Einsatz von Fachwörtern und sprachlichen Gliederungsmitteln sind wichtig
  • Gliederung der Arbeit übernehmen
  • oftmals auch in englischer Sprache verfasst (Verbreitung der Arbeit in nicht deutschsprachigen Ländern)

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Textsorte: Ecriture Automatique

Was ist "Ecriture automatique"?
Ecriture automatique, was auf Deutsch so viel wie „automatisches Schreiben“ bedeutet, ist eine spezielle Methode des literarischen Schreibens. Dabei geht es einzig und allein darum, seine Gefühle, Ideen und Gedanken so unverfälscht und echt wie möglich wieder zu geben.

Wie schreibe ich eine Ecriture automatique?
Um die Grundidee dieser Textsorte auch in die Praxis umsetzen zu können, sind folgende Punkte zu befolgen:
  • Grammatikalische Regeln, Ortographie, Satzstellung ect. spielen keine Rolle
  • Der Aufbau muss nicht logisch und zusammenhängend sein
  • Es darf während und nach dem Schreiben nichts korrigiert werden
  • Es muss schnell geschrieben werden
  • Es dürfen keine Pausen gemacht werden (zur Not kann auch mehrmals derselbe Buchstabe oder dasselbe Wort aneinandergereiht werden)
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Rezension: Jedermann von Philip Roth


"Jedermann" ist das 2006 erschienene Werk des Amerikanischen Starautoren Philip Roth. Darin erzählt er die Geschichte eines namenlosen Protagonisten. Eine fiktive Biografie in der jeder Leser etwas entdecken dürfte, worin er sich selbst wieder erkennt. 


Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen als Sohn eines jüdischen Juweliers entschliesst sich die Hauptperson nach ihrer Zeit bei der Marine für ein Kunststudium. Nach dem erfolgreichen Abschluss, verschlug es ihn in die Werbebranche, wo er schnell grosse Erfolge feierte. Während seines Lebens war er mit drei grundlegend verschiedenen Frauen verheiratet und hatte drei Kinder. Die zwei Söhne aus erster Ehe verachten ihn, während ihn seine Tochter Nancy vergöttert. Mit zunehmendem Alter hat er mit körperlichen Problemen zu kämpfen und muss sich verschiedensten Operationen unterziehen. Die letzte Herzoperation war dann eine zu viel und die Freunde und Verwandten des Mannes treffen sich wieder - an dessen Beerdigung. 

Stationen eines Lebens
Roth erzählt die Geschichte dieses Mannes nicht in streng chronologischer Abfolge, beginnt aber dennoch in dessen Kindheit. Der Vater war für den namenlosen Protagonisten eine wichtige Identifikationsfigur, von der er wichtige Werte wie Bescheidenheit, Zuverlässigkeit und Ehrgeiz lernte. Doch im Laufe des Lebens verändert er sich und wirft seine gute Erziehung über Bord. In seinen Fünfzigern lässt er sich auf mehrere wilde Affären mit wesentlich jüngeren Frauen ein und ruiniert damit auch seine zweite Ehe. Über diesen Schlag kam er nie hinweg.
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Inhaltsangabe: Jedermann von Philip Roth


Inhalt

Die Erzählung beginnt mit dem Ende - der Beerdigung des namenlosen Protagonisten von Philip Roths Werk "Jedermann". In der Folge wird in nicht chronologischer Abfolge das Leben des soeben Verstorbenen aufgerollt. 
Der Hauptcharakter wurde 1933 in Elizabeth geboren und wuchs dort als Sohn eines jüdischen Juweliers auf. Er war ein sehr zuverlässiger, wissbegieriger Junge, der seinem Vater sehr oft im Geschäft half. Von seinem älteren Bruder Howie konnte er viel lernen und auch in seinem Leben als Erwachsener war Howie stets ein enger Vertrauter. 
Nach seiner Zeit bei der Marine und einem abgeschlossenen Kunststudium beschloss der junge Mann in die Werbebranche zu wechseln. Dank seines Talents und seines Chefs, der grosse Stücke auf ihn hielt, wurde er schnell zum Art Director und später gar zum Creative Director befördert und konnte grosse berufliche Erfolge feiern. In der Zwischenzeit hatte er Cecilia geheiratet und diese gebar ihm seine beiden Söhne Lonny und Randy. Die Ehe mit seiner Frau war jedoch nicht von langer Dauer und endete in einem wüsten Scheidungsprozess, in dessen Folge er kaum mehr Kontakt zu ihr hatte und seine Söhnen kein Wort mehr mit ihm sprachen. 
Seine zweite Ehe mit seiner Angestellten Phoebe, einer Quäkerin, verlief in den Anfängen wesentlich harmonischer. Die gemeinsame Tochter Nancy war das Ein und Alles des Protagonisten und das bis zu dessen Tod. Für Nancy tat er alles und versuchte ihr das bestmögliche Leben zu bieten. Auch das Zusammenleben mit seiner sehr fürsorglichen und hilfsbereiten Ehefrau verlief reibungslos, bis zu dem Tag, an dem er eine wilde Affäre mit seiner Assistentin begann. Doch diese Affäre war erst der Anfang des Übels. Während den Arbeiten an einer Werbekampagne, bei der auch ausländische Models beschäftigt wurden, erlag er dem Charme und der Schönheit der mehr als 30 Jahre jüngeren Dänin Meret. Die Liaison der beiden dauerte mehrere Jahre und gipfelte in einem verlängerten Wochenende in Paris. Was er jedoch nicht wusste, war, dass Phoebe von seinen ausserehelichen Eskapaden Wind bekommen hatte und sich diese nicht mehr bieten lassen wollte. Sie trennte sich mit sofortiger Wirkung von ihm und warf ihn aus dem Haus. 
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Rezension: Little Bee von Chris Cleave


"Little Bee" ist der US-Bestsellerroman des Britischen Autoren Chris Cleave, der die spezielle Geschichte des Nigerianischen Mädchens Little Bee und der Britischen Journalistin Sarah O'Rourke erzählt. Das Werk hat mich nicht so umgehauen, wie die Washington Post ("Dieses Buch wird sie einfach umwerfen") oder The Independent ("Aufregend, schockierend und tief bewegend") angekündigt haben, aber es ist definitiv ein sehr gelungenes Buch. 


Am Strand von Nigeria, wo Sarah und Andrew O'Rourke ihre Eheprobleme zu lösen versuchen, werden Little Bee und ihre Schwester von Soldaten der Nigerianischen Regierung verfolgt und mit dem Leben bedroht, da sie zu viel vom in Nigeria tobenden Ölkrieg mitbekommen hatten. Sarah konnte mit ihrer aufopfernden Tat - sie schnitt sich ihren Mittelfinger ab - das Leben von Little Bee retten, doch deren Schwester wurde in der Folge brutal ermordet und vergewaltigt. Die 14-jährige Little Bee blieb alleine zurück, mit der Visitenkarte von Andrew, der seine Brieftasche am Strand verloren hatte. Sie macht sich auf den Weg nach England - zu den einzigen Menschen, die sie nach dem Tod ihrer gesamten Familie noch hatte. Nach einem 2-jährigen Aufenthalt im Abschiebungsgefängnis von Essex wird sie freigelassen und meldet sich bei Andrew. Dieser nimmt sich jedoch kurz darauf das Leben und Little Bee steht am Tag von Andrews Beerdigung vor Sarahs Haustüre.

Zwei verschiedene Sichtweisen
Chris Cleave schreibt seinen Roman stets aus zwei verschiedenen Perspektiven. Immer abwechselnd beschreibt er die Ereignisse in einem Kapitel aus Sarahs Sicht und im nächsten wieder aus dem Blickwinkel von Little Bee.
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Inhaltsangabe: Little Bee von Chris Cleave


Inhalt
Das erfolgreiche Journalisten Ehepaar Sarah und Andrew O'Rourke steckte in einer Beziehungskrise, da Sarah ihren Ehemann mit Lawrence betrogen hatte. Um sich wieder zu Versöhnen beschlossen die beiden, Ferien an einem ganz speziellen Ort zu machen - in Nigeria. Was als Strandurlaub geplant war, verkam zu einer Katastrophe, denn was die beiden nicht wussten, war, dass in Nigeria ein Ölkrieg tobte. Dies wurde ihnen dann aber schlagartig bewusst, als zwei einheimische Teenagermädchen an ihrem Badestrand von mehreren Soldaten gejagt wurden. Die beiden Mädchen baten den Wachtmann, der die Touristen am Strand bewachte, sie aufs Hotelgelände zu lassen, doch dieser wollte nicht. So kam es zum Zusammentreffen zwischen den beiden Mädchen, den Soldaten und den Britischen Urlaubern Sarah und Andrew. Die Soldaten wollten, dass sich Andrew den Mittelfinger abschnitt, um das eine Mädchen - Little Bee - zu retten. Dieser konnte es jedoch nicht und die Soldaten wollten beide mitnehmen und sie töten. Doch in diesem Moment sprang Sarah für ihren ängstlichen Ehemann in die Bresche und trennte sich von ihrem Mittelfinger, was Little Bee in der Folge das Leben retten sollte. 

Andrew und Sarah verliessen in der Folge sofort den Strand in Richtung Hotel und die Soldaten blieben mit den Mädchen zurück. Little Bee wurde aus dem Sichtfeld ihrer Schwester gebracht, denn diese wurde in der Folge mehrfach vergewaltigt und am Ende umgebracht - Little Bee wurde dank dem selbstlosen Akt von Sarah in Ruhe gelassen. 
Sarah und Andrew waren nach diesem Vorfall sofort wieder nach London zurück gekehrt, wo ihr Sohn Charlie auf sie wartete. Doch das Ferienereignis hinterliess Spuren und der Plan, die Beziehung zu retten, ging nach hinten los. Andrew schottete sich immer mehr ab und litt zunehmend an Depressionen und Schuldgefühlen. Sarah erreichte ihn nicht mehr und hatte zusätzlich mit Charlie und ihrem eigenen Modemagazin noch viel Arbeit. 
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