"Slam" ist das erste Werk von Nick Hornby, welches ich gelesen habe. Die Geschichte und auch die Art und Weise wie es geschrieben wurde, erinnert mich stark an "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger - allerdings vermag "Slam" nicht gleich zu überzeugen.
Das Werk handelt vom 15-jährigen Sam Jones, der zusammen mit seiner Mutter in London lebt. Sie hatte ihn im zarten Alter von 16 Jahren zur Welt gebracht und sie wollte ihn unbedingt davor bewahren, denselben Fehler zu begehen wie sie. Sam, der seine Freizeit fast ausschliesslich mit Skaten verbrachte und dessen grosses Vorbild Tony Hawk ist, schwängert seine erste richtige Freundin Alicia bereits kurz nachdem sie zusammen gekommen waren. Was folgt, ist ein schwieriger Reifeprozess der jungen Eltern, die selbst noch Kinder sind, sich jedoch bereits um ihren eigenen Nachwuchs kümmern müssen.
Form übertrumpft Inhalt
"Slam" vermag mit dem Inhalt nicht vollends zu überzeugen, denn dieser allein gibt nicht viel her. Es ist die Geschichte eines 16-Jährigen, der Vater wird und aber selbst noch auf dem Weg dazu ist, erwachsen zu werden - mehr geschieht jedoch nicht. Was aber dieses Buch von Nick Hornby zu etwas Besonderem macht, ist die Form, in der es geschrieben ist. Die Geschichte wird im personalen Erzählverhalten aus der Sicht von Sam erzählt und ist daher in einer sehr jugendlichen Sprache verfasst, die oftmals auch Slang Ausdrücke und Fluchwörter verwendet. Ebenfalls typisch für das Erzählweise in diesem Buch ist, dass Hornby in der Person von Sam die Leser direkt anspricht, viele Andeutungen macht und damit das Interesse des Lesers weckt. Man will wissen, was im Kopf dieses Jungen vorgeht, was er denkt, was er fühlt. Dies gelingt Hornby auf eine sehr authentische Art und Weise, in dem er oftmals auch die Erzählform des "stream of consiousness" verwendet. Einziger Negativpunkt ist, dass Hornby bei seiner Erzählung teilweise nicht auf den Punkt kommt und etwas ausufert.