„Die Korrekturen“ ist der vielgelobte Roman des US-Schriftstellers Jonathan Franzen. Ein aussergewöhnliches Buch, das jedoch mit beinahe 800 Seiten etwas gar lang geraten ist.
Die Geschichte handelt von einer gewöhnlichen Amerikanischen Mittelstandfamilie, die im kleinen Städtchen St. Jude lebt. Vater Alfred leidet an Parkinson und Demenz, weswegen seine Frau Enid ihn pflegen muss. Als er dann während einer Kreuzfahrt vom Schiff fällt und ins Spital eingeliefert werden muss, erkennt Enid, dass sie sich nicht mehr lange um ihren Mann kümmern kann, da auch sie gesundheitlich angeschlagen ist. Daher wünscht sie sich noch ein letztes Weihnachten in St. Jude mit ihren drei erwachsenen Kindern Denise, Chip und Gary.
Fünf Lebensgeschichten – eine Familie
Dies ist die Ausgangslage die Franzen für seinen Roman gewählt hat; eine Ausgangslage, die auf den ersten Blick alles andere als interessant wirkt. Franzen gelingt es jedoch mit grossem Geschick, die Lebensgeschichten, Probleme, Ängste und Gedanken der einzelnen Protagonisten miteinander zu verflechten und schafft so ein verstörendes Bild einer amerikanischen Familie. Einer Familie, die eigentlich völlig auseinandergebrochen ist, doch aufgrund der Tatsache, dass eine Familie zusammengehören muss, versucht, einen gemeinsamen Weg zu finden.