„Die Begnadigung“ ist ein Thriller von vielen aus dem Repertoire des äusserst erfolgreichen amerikanischen Autoren John Grisham. Auch diesmal verspricht das Werk wieder Spannung von der ersten bis zur letzten Seite – ein Muss für jeden Fan von Action-Thrillern.
Der scheidende Amerikanische Präsident Arthur Morgan begnadigt im Zuge seiner letzten Amtshandlung den Wirtschaftsverbrecher Joel Backman. Was die Öffentlichkeit nicht weiss, hinter dieser Begnadigung steckt der Chef der CIA, Teddy Maynard. Dieser hat einen Plan ausgeheckt, um herauszufinden, mit wem Backman vor seiner Verurteilung gearbeitet hatte. Es ging dabei um ein Sattelitensystem, das für viele Nationen von grossem Interesse war. Doch der Deal war geplatzt und Backman hatte viele unzufriedene Kunden hinterlassen, als er verurteilt wurde. Maynard wollte nun sehen, wer sich alles um Backman „kümmerte“ und ihn liquidieren will. So beginnt für den Begnadigten ein Kampf ums nackte Überleben.
Beängstigend realistisch
Der Thriller besticht wie bei Grisham so oft durch die äusserst gewissenhafte Recherche der Fakten. Wie er beispielsweise die Stadt Bologna, das italienische Essen, sowie auch die Menschen und ihre typischen Eigenschaften beschreibt ist grosse Klasse. Auch den Konkurrenzkampf der verschiedenen Geheimdienstorganisationen in Amerika, die über äusserst viel Macht verfügen, beschreibt er authentisch. Gleichzeitig ist es aber auch beängstigend zu sehen, wie viel Macht einzelne Menschen ausserhalb der eigentlichen Regierung haben und wie viel Einfluss sie nehmen können. So wird beispielsweise Ex-Präsident Morgan als lebende Marionette ohne jeglichen Einfluss und Entscheidungskraft dargestellt, der CIA-Chef Maynard völlig ausgeliefert war.