Inhaltsangabe: Das siebte Kreuz von Anna Seghers


Inhalt

Georg Heisler kann gemeinsam mit sechs Kameraden aus dem Konzentrationslager Westhofen bei Worms fliehen. Sofort wird nach den Flüchtigen gefahndet und Lagerkommandant SA-Scharführer Fahrenberg lässt verlauten, dass diese innerhalb von sieben Tagen wieder zurück gebracht werden sollen. Als Zeichen dafür lässt er auf dem Gelände von Westhofen sieben Platanen kappen und auf Schulterhöhe eine Querverstrebung anbringen - ein Kreuz für jeden der sieben Flüchtlinge. 
Georg flüchtet bis zu einer nahegelegenen Fabrik, wo er sich eine Jacke klaut. Sein Ziel ist es, bis nach Frankfurt zu kommen, wo seine Freundin Leni auf ihn wartet. Per Anhalter, mit der Strassenbahn und zu Fuss schafft er es bis in die Stadt, doch als er Leni überraschen will, erfährt er, dass diese mit einem Nazi zusammen ist und sie gibt erst noch vor, ihn nicht zu kennen. Auf seiner Flucht hat er sich seine Hand verletzt und muss sich daher von einem Arzt pflegen lassen. Während seiner Flucht bricht die Verletzung mehrmals wieder auf, was ihn jedoch nicht davon abhält, weiter zu kämpfen. 
In der Stadt trifft er auf Füllgrabe, einer der gemeinsam mit ihm geflohen war. Dieser will Georg dazu überreden, sich mit ihm zu stellen, da ihre Flucht sowieso hoffnungslos sei und sie bald gefunden würden. Georg denkt jedoch noch lange nicht ans Aufgeben und sucht nach einem weiteren Ausweg. Er weiss, dass seine Familie und seine ehemaligen Freunde wie beispielsweise Franz Marnett oder seine Ehefrau Elli Mettenheimer, von der er sich jedoch getrennt hat, von der Gestapo überwacht werden.
So entschliesst er sich, Paul Röder, einen ehemaligen Schulkollegen, um Hilfe zu bitten. Paul willigt ein, Georg zu helfen, und holt sich Unterstützung beim alten Genossen Fiedler. Dieser besorgt Georg eine Unterkunft bei Doktor Kress. Georg erhält am folgenden Tag einen gefälschten Pass, ein wenig Kleingeld sowie die Information, wo er am kommenden Tag wann eintreffen soll. Am Hafen von Mainz gelangt Georg so auf das Schiff "Wilhelmine", dessen Kapitän ihn mitnimmt - die Flucht ist endlich gelungen!

Die anderen sechs Ausbrecher wurden allesamt wieder eingefangen oder starben auf der Flucht. Jeder von ihnen hatte versucht, sich alleine durchzukämpfen und ist gescheitert. Die Lagerleitung in Westhofen wurde ausgewechselt und Gerüchten zu Folge hat sich Fahrenberg in der Folge das Leben genommen. 
Die Verwandten und Freunde von Georg hatten keine Ahnung, wo sich dieser befand und was er tat, wurden aber von der Gestapo auf Schritt und Tritt überwacht und teilweise sogar vorgeladen. 

Charakteranalyse
Georg Heisler: Georg ist ein gut aussehender junger Mann, der sich vor allem für Fussball interessierte. Er absolvierte eine Lehre als Autoschlosser und führte mit Franz Marnett eine Wohngemeinschaft. Die beiden verstanden sich gut, bis Georg Franz die Freundin ausspannte. Kurze Zeit darauf war Elli von Georg schwanger und er heiratete sie. Doch Georg verliess sie bereits vor der Geburt wieder für eine andere. Er war nicht der Typ für lange Beziehungen und hatte stets verschiedene Frauengeschichten am Laufen. Kurz darauf verlor er zusätzlich noch seinen Job und fiel auch sonst Negativ auf. Er wurde ins KZ Westhofen eingeliefert, wo man beschloss, an ihm ein Exempel zu statuieren. Immer wieder wurde Georg auf brutalste Art und Weise gefoltert, doch er blieb standhaft. Im Lager lernte er Wallau kennen, der einiges älter war als er und über viel Erfahrung verfügte. Die beiden heckten gemeinsam den Fluchtplan aus und setzten ihn mit vier Kameraden in die Tat um. 
Auf der Flucht ist Georg oft allein und weiss nicht, was er tun soll. Er hat niemanden, den er um Rat fragen oder der ihm helfen kann. Er führt daher immer wieder Selbstgespräche oder stellt sich vor, was Wallau ihm in der jeweiligen Situation geraten hätte. Während seiner Flucht hat er kaum geschlafen und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Sein Hand verheilte nicht richtig, er ass zu wenig und litt unter Albträumen. 
(fba)

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