Inhaltsangabe: Allmen und der rosa Diamant von Martin Suter


Inhalt

Seit ihrem letzten Fall haben Allmen und Carlos ihr eigenes Unternehmen gegründet: die Allmen International Inquiries. Zu Beginn waren sie hauptsächlich in der Schweiz mit wenig lukrativen Aufträgen beschäftigt, doch nun erhalten sie von Herrn Montgomery, einem Engländer, den Auftrag, Artjom Sokolov ausfindig zu machen. Der Russe habe einen rosa Diamanten im Wert von 45 Mio. Franken gestohlen.
Allmen und Carlos beginnen am zuletzt bekannten Aufenthaltsort von Sokolov zu suchen, doch sie finden keine Spur von ihm. Weder in den Nachtclubs, noch in seiner alten Wohnung weiss man, wo er ist. Jedoch kriegen sie von allen, die sie befragen, dieselbe Auskunft: Sie seien bereits die dritten, die sich nach Sokolov erkundigen - nach zwei Engländern und zwei Amerikanern.
Über Sokolovs Putzfrau Maria Morena kommt Allmen an die neue Adresse des Russen, doch auch dort ist er nicht mehr. Die teure Villa steht leer, Sokolov war überstürzt aufgebrochen. Da jedoch sein Briefkasten noch immer voll ist, durchsuchen Allmen und Carlos die Post ihres Verdächtigen. Darin finden sie eine wichtige Information: Die Buchungsbestätigung eines Reisebüros für einen unbefristeten Aufenthalt in einem Luxushotel in Rostock. Allmen, der sich im luxuriösen Ambiente hervorragend auskennt, nimmt sich der Aufgabe an, Sokolov in diesem Hotel ausfindig zu machen. Wie mit ihrem Auftraggeber Montgomery abgemacht, meldet Allmen, dass er Sokolv gefunden habe. Da er und Carlos vom Auftauchen der beiden Engländer etwas irritiert waren, beschlossen sie, Montgomery nicht zu sagen, wo sie Sokolov gefunden hatten.

Allmen beschattet den Russen, der jedoch keinerlei Anstalten macht, irgendetwas Verdächtiges zu unternehmen. Er ist permanent an seinem Laptop und ist daher ein leichtes Opfer für die Überwachung. Sokolov findet jedoch plötzlich Gefallen an Allmen und die beiden verbringen mehrere Abende miteinander und reden viel. Bald realisiert Allmen, dass Sokolov schwul ist und er sich ein wenig von ihm distanzieren sollte. Zudem drängt die Zeit, denn mittlerweile sind sowohl die Engländer als auch die Amerikaner im Hotel aufgetaucht und beschatten Sokolov, der davon nichts zu bemerken scheint. Als Sokolov in der Sauna ist, leiht sich Allmen dessen Zimmerkarte und durchsucht sein Zimmer. Ausser dem Laptop und einem rosa Memory Stick findet er nichts. Als er zurück in die Sauna kommt, herrscht dort grosse Aufregung: Sokolov ist tot. Allmen weiss sofort was es geschlagen hat, denn als er Sokolov verliess, waren ihm die beiden Engländer aufgefallen, die allem Anschein nach in der Folge Sokolov umgebracht hatten.

Am nächsten Tag verlässt Allmen das Hotel und reist zurück in die Schweiz. Ein paar Tage später liest er in der Zeitung, dass ein asiatischer Grossindustrieller den rosa Diamanten seiner Frau zur Hochzeit geschenkt hat. Hat Montgomery sie nur missbraucht? Allmen und Carlos bleibt keine Zeit, um eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn sie werden zu Hause von den beiden Engländern überrascht, die den rosa Memory Stick suchen. Kurz bevor sie ihn in die Hände kriegen werden die Engländer von den beiden Amerikanern überwältigt, die sich dann als Beschützer von Allmen und Carlos aufspielen und den ominösen rosa Memory Stick an sich nehmen.
Allmen und Carlos sind enttäuscht, dass sie für ihre Arbeit kein Geld bekommen werden, da Montgomery sie nur benutzt hatte. Zudem wissen sie nicht, was sich auf dem Memory Stick befindet. Einige Wochen später liest Carlos per Zufall in der Zeitung vom Kanadier Paul de la Route, einem Programmierer, der angeblich ein Programm für Hochfrequenzbörseneschäfte an einen Englischen Hedgefond verkaufen wollte. Doch de la Route wurde vorher verhaftet und der Hedgefond wurde um das lukrative Geschäft gebracht. Als Carlos den Namen de la Route gelesen hatte, schrillten bei ihm sämtliche Alarmglocken, denn dieser Name ist ihm beim Durchsuchen von Sokolovs Lapotop aufgefallen. Er findet mehrere E-Mails, welch die beiden ausgetauscht haben und nun ergibt das Ganze plötzlich einen Sinn: 
Der Programmierer de la Route war an einem finanziell äusserst lukrativen Programm beteiligt gewesen und wollte dieses dann aber hinter dem Rücken seiner Firma verkaufen. Bei der Kundensuche war ihm Sokolov behilflich und sie standen kurz vor dem Verkauf an den Englischen Hedgefond von Montgomery. Doch dann wurde de la Route verhaftet und die Engländer gingen leer aus. Diese ahnten jedoch, dass Sokolov eine Kopie von diesem Programm hatte und suchten ihn. Montgomery engagierte Allmen, da dieser in der Schweiz am Unauffälligsten recherchieren konnte. Kurz vor dem Ziel scheiterten jedoch die Engländer, denn es waren die Amerikaner, die im Auftrag der Softwarefirma das Programm scheinbar gerettet haben.
Aus dem e-Mailverkehr geht allerdings hervor, dass Sokolov die Sicherheitskopie des Programms im "Grotto" versteckt hatte und nicht auf dem Memory Stick. Allmen und Carlos finden den Stick von Sokolov in dessen leerstehender Villa, die über ein Grotto verfügt. Doch als sie wieder zu Hause ankommen, warten die Amerikaner auf sie und nehmen ihnen den Stick ab. Diese hatten sie weiter beschattet und waren neugierig geworden, was Allmen und Carlos in Sokolovs Haus zu suchen hatten.
Nun bleibt Allmen und Carlos nur noch der Laptop. Aus Frust darüber, dass sie erneut leer ausgegangen sind, beginnt Carlos den Laptop erneut zu durchsuchen und stösst dabei auf einen Ordner mit dem Namen "Grotto". Darin befindet sich das Programm, dass die Amerikaner und die Engländer suchten. Nun wittern Allmen und Carlos die Chance, doch noch das grosse Geld zu machen. Geschickt erpressen sie die Softwarefirma, die das Programm entwickelt hat, und geben es ihnen für den Preis von 2,5 Millionen Franken zurück. 

Charakteranalyse
Johann Friedrich von Allmen: Hat von seinem Vater ein enormes Vermögen geerbt, welches er jedoch mit seinem ausufernden Lebensstil sehr schnell verprasst hatte. Er, der absolut kein Flair für Zahlen und den Umgang mit Geld hat, ist ein begeisterter Leser und beherrscht mehrere Sprachen fliessend. Da Allmen auch gerne reist, hat er an verschiedenen Orten luxuriöse Ferienwohnungen gekauft. Gemeinsam mit Carlos betreibt er seit einiger Zeit eine Firma, die ich mit der Wiederbeschaffung von Kunstobjekten befasst. Reich ist er damit aber nicht geworden, was ihn aber nicht daran hindert, weiter auf grossem Fusse zu leben. So findet er es beispielsweise unnötig, Spesen aufzuschreiben, denn das sei etwas für Krämer. Er gibt auch jeder Putzfrau und jeder Rezeptionistin viel zu viel Trinkgeld und lässt sich von einem Chaffeur durch die Gegend kutschieren. Trotz allem verfügt Allmen über viel Stil und Klasse. Er hat auch stets Respekt und Anstand gegenüber seinen Mitmenschen und ist äusserst grosszügig.

Carlos de Léon: Ist mit seiner Familie in Guatemala aufgewachsen. Als Allmen während seiner Südamerikareise in Guatemala war, anerbot sich Carlos als Angestellter von Allmen mit in die Schweiz zu reisen. Dieser willigte ein und beschäftigte Carlos. Doch nach nur gerade drei Monaten lief die Aufenthaltsbewilligung ab und Carlos musste zurück. Dieser weigerte sich jedoch und blieb von diesem Moment an illegal in der Schweiz. Von dem Geld, das er bei von Allmen verdient, ernährt er seine Familie in der Heimat, die ziemlich arm ist. 
Carlos ist sehr geschickt im Umgang mit Computern. Zudem arbeitet er  als Butler für Allmen, kocht für ihn, geht einkaufen und macht den Garten. Er ist Allmen ergeben und hat grossen Respekt vor ihm. Dennoch ist es immer wieder Carlos, der die zündenden Ideen hat und der schaut, dass alles rund läuft. 

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