Inhaltsangabe: Leichenblässe von Simon Beckett


Inhalt
Tom Lieberman wurde von der Polizei Tennesses bei einem Mord zur Hilfe gebeten. Der Tote war bereits stark verwest in einem Ferienhaus gefunden und man bat ihn, gemeinsam mit David Hunter, die Leiche zu identifizieren und die Todesursache festzustellen. Am Tatort wurde auch ein Fingerabdruck gefunden, dieser gehörte jedoch nicht dem Täter, sondern einem Mann, der vor sechs Monaten bei einem Autounfall gestorben war. Die Polizei exhumierte in der Folge das Grab dieses Mannes um festzustellen, ob er auch tatsächlich begraben wurde oder ob er vielleicht noch lebte. Im Grab lag jedoch eine weitere Leiche, die nicht identifizierbar war und die auch bereits sehr starke Verwesungsmerkmale aufwies. Hunter und Lieberman arbeitete mit Hochdruck daran, die Identität der Toten und ihre Todesursache herauszufinden.
Doch der Täter schlug erneut zu. Das nächste Opfer war der selbstverliebte Profiler Irving, der bei den Ermittlungen mitgeholfen hatte. Der Täter musste also ganz in der Nähe sein. Auf der vermeintlichen Tatwaffe im Falle Irvings, einer Eisenstange, waren die Fingerabdrücke von Noah Haper zu finden, einem Mann, der bereits seit sieben Monaten tot war. Liebermann und Hunter fanden heraus, dass es sich bei Harper um den unbekannten Mann im Grab handelte. Da stellte sich natürlich die Frage, wie es möglich war, dass auf dem Friedhof niemand merkte, dass die falsche Leiche beerdigt wurde. So geriet der Friedhofsbesitzer York unter Tatverdacht, zumal im angrenzenden Friedhofswald die Einzelteile einer weiteren Leiche gefunden wurden. Diesmal handelte es sich um den Mann, der beim Autounfall gestorben war.
Lieberman arbeitete bis spät in die Nacht im Labor. Er wurde von einem Telefonanruf unterbrochen und erlitt kurz darauf einen Herzanfall. Noch in derselben Nacht wurde er operiert, doch er verstarb kurze Zeit später. Das einzige, dass er noch sagen konnte, war das Wort „spanisch“.

Hunter, der nun die Ermittlungen allein fortführte, konnte sich keinen Reim darauf machen. Doch plötzlich erkannte er, was Lieberman ihm sagen wollte. „Spanisch“ stand für die Spanische Schlinge, eine Garrotte, die der Mörder gebraucht hatte, um seine Opfer zu erwürgen. Lieberman hatte den Beweis dafür, feine Brüche am sechsten Halswirbel, bei beiden Leichen entdeckt.
Der neu unter Verdacht stehende York verschwand plötzlich spurlos. Man fand sein Haus verlassen vor, seine Sachen hatte er mitgenommen, doch er hatte Bilder seiner Opfer zurückgelassen. Diese zeigten die Tote in den letzten Sekunden ihres Lebens. Man war sich nun sicher, dass York der Täter war und begann eine gross angelegte Suchaktion.
Auf dem Fahrzeug von Hunter am Abend die Hautschicht einer Hand platziert – eine Warnung des Mörders. Die Polizei war sich nun sicher, dass Hunter das nächste Opfer sein wird und wollten ihn als Lockvogel einsetzten. Dabei übersahen sie jedoch, dass Hunter nur der Köter war. Das eigentliche Opfer war Samantha Avery, die hochschwangere Frau von Paul Avery, dem Nachfolger von Tom Lieberman als Direktor des Labors.
Es begann eine verzweifelte Suche nach Sam, doch niemand hat eine Ahnung, wo sie sein könnte. Doch als sich Paul und Hunter auf dem Rückweg von der Untersuchung des Entführungsautos von Sam befanden, spielte ihnen das Glück in die Karten. Auf der Windschutzscheibe landete eine Sumpflibelle, eine sehr seltene Libellenart, die nur an stehenden Gewässern vorkommt. Bei der Leiche von Noah Harper hatte man auch ein solches Insekt gefunden, was daraufhin deutete, dass Harper vor seiner Beerdigung irgendwo an einem Gewässer gelegen hatte und deshalb bereits so stark verwest war, als Hunter und Lieberman ihn exhumiert hatten. Paul und Hunter machten sich im Wald, wo ihnen die Libelle an die Scheibe flog, auf die Suche nach einem Gewässer, in der Hoffnung sie würden Sam finden. Zuerst fanden sie ein verlassenes Grundstück in dessen Garten mehrere Leichenteile oder gar ganze Leichen zu finden waren. Sie hatten Yorks Versteck gefunden.
In grosser Angst um Sam betraten die beiden das Haus und fanden Sam gefesselt im Keller - aber sie lebte noch. Gerade als sie das Haus mit Sam verlassen wollten, wurden sie von York angegriffen, doch im letzten Moment konnten die soeben eingetroffenen Ermittler den Verrückten stoppen. Sam wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht und nur Hunter und Dan Gardner, der Ermittlungsleiter, blieben zurück.
Sie betrachteten das grausige Werk von York, der im ganzen Haus Leichen versteckt gelagert hatte. Als Hunter sich die Leiche von York genauer ansah, erkannte er, dass York unmöglich der Täter sein konnte, denn er wies starke Spuren einer Folterung auf. Doch in dem Moment als er Gardner warnen wollte, wurde dieser bereits vom eigentlichen Täter bewusstlos geschlagen. Es war Wayne Peters, der Assistent des Leichenhauses in dem Tom und David gearbeitet hatten. Hunter, der nun auch von Peters bedroht wurde, versuchte diesen in ein Gespräch zu verwickeln. Das gelang ihm und so konnte die eintreffende Verstärkung, Peters überwältigen. Dabei starb dieser.


Charakteranalyse
Dr. David Hunter: Hunter arbeitete als forensischer Anthropologe in London. Dort hatte er lange mit seiner Frau und seiner Tochter gelebt. Die beiden starben dann aber bei einem tragischen Autounfall und Hunter entschloss sich daraufhin, wieder als Arzt zu arbeiten. Die Forensik liess ihn dann aber doch nicht in Ruhe und er arbeitet wieder in seinem eigentlichen Fachgebiet. Seine Arbeit wurde teilweise auch gefährlich und bei seinem letzten Fall wäre er beinahe von Grace Stratchen umgebracht worden. Die Frau, konnte bis zum heutigen Tag nicht festgenommen werden und das verursacht Hunter noch immer Albträume. Seine körperlichen Wunden sind verheilt, doch der Fall beschäftigt ihn noch immer. Die Reise nach Amerika zu seinem Mentor Tom Lieberman, zu dem er ein enges Verhältnis pflegt, sollte ihn davon ablenken.
Seine Freundin Jenny hatte sich erst kürzlich von ihm getrennt, da sie der Ansicht war, dass er zu viel arbeite und sein Job zu gefährlich sei. Hunter wurde während den Ermittlungen in Amerika immer wieder von Selbstzweifeln geplagt und er glaubte, er sei nicht mehr fähig, den Job zu machen.

Tom Lieberman: War der Leiter des Institutes, in dem David forschte. Die beiden kannten sich schon lange, Lieberman war aber wesentlich älter und wurde bald pensioniert. Lieberman litt unter Angina Pectoris und musste immer wieder Tabletten schlucken, damit er keinen Herzschlag erlitt. Er war mit Mary verheiratet und wollte ihr zuliebe bald in den Ruhestand treten. Die beiden hatten einen gemeinsamen Sohn, zu dem sie jedoch kein allzu gutes Verhältnis pflegten. Ihm lag sehr viel an Hunter und er versuchte ihn immer wieder zu überreden, an den Ermittlungen teilzunehmen und nicht aufzugeben. In der Mitte des Romanes starb Lieberman an einem Herzschlag.

Wayne Peters: Als kleiner Junge grub er im Garten des Nachbars einmal eine tote Katze aus. Ab diesem Moment hatte er eine unglaubliche Angst vor dem Tod, war aber gleichzeitig auch fasziniert davon. Als er dann Zeuge eines Autounfalls wurde und miterlebte, wie eine Frau vor seinen Augen starb, war es um ihn geschehen. Dieser Moment hatte ihn so fasziniert, dass er ihn festhalten wollte. In der Folge begann er zu morden und versuchte, das Bild zu schiessen, das ihm den Moment zeigte, in dem das Leben aus dem Körper wich. Über die Jahre brachte er 41 Menschen um, unabhängig von ihrer Herkunft. Seine starken narzisstischen Triebe verleiteten ihn dazu, sich mit der Polizei zu messen. Er glaubte er sei besser, er könne sie täuschen und mit ihnen spielen. Doch genau dieser Grössenwahn wurde ihm zum Verhängnis.
Noch als Kind musste er sich einer Operation unterziehen und seit jenem Ereignis, konnte er nicht mehr riechen.
(fba)

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