Rezension: Der letzte Weynfeldt von Martin Suter


"Der letzte Weynfeldt" ist ein weiteres Werk des Schweizer Autoren Martin Suter, welches mich jedoch nicht gleichermassen überzeugen konnte, wie beispielsweise "small world". Dafür war die Story zu sehr an den Haaren herbeigezogen. 


Der aus gutem Hause stammende Auktionator und Kunstexperte Adrian Weynfeldt führt ein stinknormales Leben ohne spezielle Vorkommnisse. Er hat einen grossen Freundeskreis, worin sich jedoch kaum echte Freunde befinden. Viele von ihnen sind nur da, weil sie von ihm finanziell abhängig sind. Weynfeldt verfügt über ein grosses Vermögen und ist sich nicht zu schade, anderen ohne Gegenleistung unter die Arme zu greifen. Diese naive Grundhaltung ist es auch, die Lorena Steiner auszunutzen versucht. 

Gelungene Hauptcharaktere
Lorena Steiner, ein etwas in die Jahre gekommenes Ex-Model, hat erkannt, dass Weynfeldt im Geld zu schwimmen scheint. Da sie in grossen finanziellen Problemen steckt, nutzt sie ihn zusammen mit dem Verkäufer Theo Pedroni nach Strich und Faden aus. Weynfeldt merkt dies, doch er ist zu sehr verliebt in Lorena und hofft bis zum Schluss, dass sie nichts mit der Sache zu tun hat. Umso erleichterter ist er dann am Ende, als sie ein Geständnis ablegt und er ihr verzeihen kann. 
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Inhaltsangabe: Der letzte Weynfeldt von Martin Suter


Inhalt
Adrian Weynfeldt, Mitte 50, arbeitete als Auktionator und verfügte über ein grosses Fachwissen im Bereich der Schweizer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. In seinem Leben gab es kaum Abwechslung und alles verlief nach einem fixen Muster. Eines Abends machte er jedoch Bekanntschaft mit Lorena Steiner, die gleich am ersten Abend mit ihm nach Hause kam. Als Weynfeldt jedoch erwachte, war Lorena nicht mehr bei ihm - sie war auf dem Balkon, bereit sich das Leben zu nehmen. Weynfeldt konnte sie gerade noch davon abhalten. 
In der Folge hörte Weynfeldt nichts mehr von ihr und sein Leben nahm den gewohnten Lauf. Er traf sich mit seinen beiden Freundeskreisen, denjenigen mit den Freunden seiner Eltern, die alle wesentlich älter sind als er, und andererseits mit den jüngeren Freunden, die alle finanziell von ihm abhängig sind. Weynfeldt half all seinen Freunden, wo er nur konnte und wollte dafür keine Gegenleistung. Er war extrem bescheiden und wollte kein grosses Aufhaben um seine Person haben.
Einer seiner älteren Freunde, Klaus Baier, steckte in finanziellen Problemen. Immer wieder hatte sich der Kunstliebhaber in den Bankrott gewirtschaftet und sich nur mit dem Verkauf seiner Kunstwerke über Wasser halten können. Diesmal war das Problem jedoch schwerwiegender und seine einzige Chance war es, sein geliebtes Gemälde "la salamandre" von Valloton an Weynfeldt zu verkaufen.
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Update: Werbung und Struktur

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Diesen Blog gibt es nun bereits seit beinahe sieben Monaten und in dieser Zeit hat sich einiges getan. Nicht nur das Design hat einige Male geändert, sondern auch das Layout und die Darstellungsform meiner Beiträge. Im Update von heute habe ich versucht, die Rezensionstexte durch Hervorhebungen und Zwischentitel noch klarer zu strukturieren und damit für eine noch bessere Verständlichkeit zu sorgen. 
Nicht nur der Inhalt und die Darstellung des Blogs haben sich in den vergangenen Monaten geändert, sondern auch die Besucherzahlen haben sich entwickelt. In den letzten Tagen erreichten diese erstmals regelmässig die 100er-Marke, worüber ich mich natürlich sehr freue. 
Dieser Besucheraufschwung bietet natürlich auch neue Möglichkeiten, unter anderem im Bereich der Werbung. Wie Sie vielleicht festgestellt haben, befindet sich seit heute in jedem Beitrag ein Kauflink zu amazon.de für das im Beitrag behandelte Werk. Sobald sich geeignete Interessenten gemeldet haben, werde ich auch Linktexte verkaufen. Ich habe mich zu diesem Schritt der "Monetariserung" entschieden, da ich finde, dass sie einen Mehrwert für den Blog darstellt. Der Besucher erhält so die Möglichkeit, das vorgestellte Produkt zu erwerben oder sich zu einem bestimmten Begriff noch mehr Wissen anzueignen. Natürlich werde ich darauf achten, dass die Werbung themenrelevant ist und nicht störend wirkt. 
Ich hoffe, dass Ihnen das neue Update gefällt und ich sie bald wieder auf www.deutschsprachige-literatur.blogspot.com begrüssen darf!

fba
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Rezension: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque

"Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist eines der wohl erfolgreichsten Werke aller Zeiten und eigentlich in jedem Schulunterricht eine Pflichtlektüre. Absolut zu recht wie ich finde, denn so direkt und unverfälscht habe ich noch nie über den Ersten Weltkrieg gelesen. 

Paul Bäumer und seine Kameraden melden sich freiwillig bei der Bundeswehr und gehen dabei bereits in der zehnwöchigen Rekrutenschule durch die Hölle. Doch dies ist noch gar nichts im Vergleich mit dem, was die 20-Jährigen an der Front erwartet. 

Eine heimatlose Generation
Paul steht stellvertretend für eine ganze Generation von Jugendlichen in Deutschland, die durch den Krieg heimatlos wurde. Von ihren Familien haben sie sich distanziert, ihre Träume und Ideale wurden durch den Krieg zerstört und einen Beruf, eine Frau oder gar eine eigene Familie haben die wenigsten - sie sind vom Krieg entwurzelt worden. Passend dazu folgende Textstelle: "Krieg hinterlässt tiefe seelische Wunden: Wir sind verlassen wie Kinder und erfahren wie alte Leute, wir sind roh und traurig und oberflächlich - ich glaube, wir sind verloren."
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Inhaltsangabe: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque

Inhalt
Paul Bäumer geht, wie viele andere aus seiner Klasse auch, freiwillig zur deutschen Reichswehr und lässt sich für den Einsatz im Ersten Weltkrieg ausbilden. Sie alle melden sich aufgrund ihres Klassenlehrers Kantorek, der sie mit seinen patriotischen Motivationsreden überzeugen konnte, beim Bund. 
Ausgebildet werden sie alle von Unteroffizier Himmelstoss, den sie bereits nach kurzer Zeit abgrundtief hassen lernen. Diese Ausbildung dauert zehn Wochen und sie werden in dieser Zeit von Himmelstoss mit vielen sinnlosen und harten Bestrafungen gequält und schnell merken sie, dass ihr bisheriges Leben und die Ideale, die ihnen in der Schule beigebracht wurden, hier nicht von Nutzen sind. 
Nach ihrer Ausbildung werden sie an die Westfront verlegt, wo sie sich einer Gruppe anschliessen, die bereits seit einiger Zeit im Krieg war und von Stanislaus "Kat" Katczinsky angeführt wurde. Der alte Hase bringt den unerfahrenen, jungen Rekruten bei, wie sie sich im Krieg zu verhalten haben, wie sie die verschiedenen Geschosse auseinander halten können, wie sie das Gelände als Deckung nutzen können und noch viel mehr. So bildet sich eine enge Beziehung zwischen den Mitgliedern der Gruppe und sie werden zu einer verschworenen Einheit. Vor allem zwischen Paul und Kat entsteht eine sehr enge Bindung, die einer "Vater-Sohn-Beziehung" sehr nahe kommt.
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