Inhaltsangabe: Der Teufel von Mailand von Martin Suter

Inhalt
Sonia Frey erwacht nach einer durchgefeierten Nacht und realisiert, dass sie Farben spüren und Geräusche sehen kann - die Nachwirkungen des LSD Trips. Sie macht sich nach einem kurzen Gespräch mit dem Mann, mit dem sie in dieser Nacht geschlafen hat, auf den Weg nach Hause. Sie wohnt seit der Trennung von ihrem Mann Frédéric, einem Banker, in einem Appartement. Dies, um möglichst schnell Abstand von ihrem Ex-Mann zu gewinnen, da dieser ihr nach der Trennung nach dem Leben trachtete und in seiner Wut gar auf sie geschossen hat. Nun ist er in einer Psychiatrischen Klinik und versucht verzweifelt, Sonia dazu zu bringen, dass sie das Verfahren gegen ihn einstellt, damit er nicht ins Gefängnis kommt.
Nach den Erfahrungen des letzten Trips beschliesst Sonia ein neues Leben zu beginnen und bewirbt sich in einem Wellness Hotel als Physiotherapeutin. Die Chefin Barbara Peters ist angetan von Sonias direkter Art und gibt ihr die Stelle, obwohl sie seit sechs Jahren nicht mehr gearbeitet hatte - Frédéric zu liebe. Sonia packt anschliessend ihre Sachen, besorgt sich eine neue Telefonnummer, gibt nur ihrer besten Freundin Malu Bescheid und macht sich auf den Weg ins Val Grisch in Graubünden, ihr zukünftigen Arbeitsort.
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Rezension: Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch

Das Werk "Sansibar und der letzte Grund" von Alfred Andersch wird auf der Rückseite des Buchcovers als "moderner Klassiker" und als "einer der bedeutendsten Romane der deutschen Nachkriegszeit" angepriesen - etwas zu hochgegriffen für meinen Geschmack. 

In der Erzählung von Andersch spielen fünf Personen die Hauptrolle, welche stellvertretend für die Gesellschaft vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges stehen. Die Jüdin Judith Levin sinnbildlich für die Verfolgten und Unterdrückten, der Arbeiter Knudsen für das normale Volk, der Pfarrer Helander für die Religion, der Genosse Gregor für den Kommunismus und der Junge für die Jugend in Deutschland. Die Geschichten all dieser Figuren werden von Andersch geschickt mit dem kleinen Dörfchen Rerik und der Plastik "Der lesende Klosterschüler" in Verbindung gebracht. Die Plastik von Ernst Barlach, die auch in Wirklichkeit existiert, spielt eine wichtige Rolle in diesem Werk, denn sie ist es, die die Charaktere zusammen hält. Pfarrer Helander will sie vor den Nazis, den Anderen wie sie in diesem Werk genannt werden, schützen und bittet darum Knudsen um Hilfe. Zusammen mit Gregor, Judith und dem Schiffsjungen schaffen sie es, die Plastik von Deutschland nach Schweden zu schmuggeln.
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Inhaltsangabe: Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch

Inhalt
Das Werk "Sansibar oder der letzte Grund" spielt im Jahre 1937 im Ostseestädtchen Rerik, kurz bevor die deutschen Nationalsozialisten einmarschieren. Zu dieser Zeit (27 Stunden) kreuzen sich in Rerik durch einige Zufälle die Wege von fünf verschiedenen Personen: der Kommunist Gregor, der Fischer Knudsen, dessen Schiffsjunge, die Jüdin Judith, sowie der Pfarrer Helander. 

Pfarrer Helander kommt mit einer Bitte zu Knudsen. Er will, dass dieser ihn und die Skulptur "Der lesende Klosterschüler" ausser Land bringt, da diese Figur auf der Liste der Nazis steht. Knudsen, der Anhänger der roten Partei in Rerik ist, weigert sich dem Pfarrer zu helfen. 
Zur gleichen Zeit erreichen die Jüdin Judith Levin und der Russe Gregor das kleine Städtchen, allerdings aus komplett verschiedenen Gründen. Judith ist auf der Flucht vor den Nazis und folgt dabei dem Rat ihrer Mutter, die ihr Rerik als guten Fluchtort empfohlen hat. Gregor ist im Auftrag der kommunistischen Partei unterwegs und will in Rerik für die Partei werben. Aus diesem Grund trifft er sich mit Knudsen. Bei ihrem geheimen Treffen in der Kirche stellen sie jedoch fest, dass die kommunistische Partei in Rerik keine Zukunft hatte. Zum Einen weil Knudsen nicht mehr für diese handeln, sondern nur noch daran glauben will und zum Anderen weil Gregors Glaube an die Partei erloschen ist und er nur noch einen Gedanken kennt: Flucht.
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Rezension: Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger

"Der Fänger im Roggen", das weltbekannte Werk von J.D. Salinger - Ich habe mich entschieden dieses Buch für meine Matura zu lesen, weil ich wissen wollte, ob es tatsächlich so gut ist, wie alle sagten. 

Die Hauptperson ist Holden Caulfield, ein 16-jähriger Junge, der im Jahre 1949 zum wiederholten Male von der Schule flog und sich nun während eines Wochenendes (Samstag bis Montag) in New York herumtreibt. Die gesamte Handlung des Werks ist aus der Sicht von Holden beschrieben, seine Gedanken, seine Erlebnisse und auch seine Ängste sind ein somit der zentrale Teil des Werks. Man erkennt bereits nach wenigen Sätzen, dass es sich in diesem Buch um einen Teenager handeln muss, denn die Sprache ist gekennzeichnet von vielen Slangausdrücken, Wiederholungen und dem häufigen Gebrauch von Fluchwörtern und Beschimpfungen. Durch diese Anpassung der Sprache durch Salinger wird das Buch authentischer und die Erlebnisse von Holden dadurch noch glaubwürdiger. Auch die Ironie und der beissende Sarkasmus, der in den Erzählungen und Überlegungen von Holden stets mitschwingt, macht das Lesen dieses Werks zu etwas Besonderem.
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Inhaltsangabe: Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger

Der Inhalt und die Charakteranalyse basieren auf dem Englischen Originaltext "The catcher in the rye" von J. D. Salinger. 

Inhalt
Der 16-jährige Holden Caulfield hat es wieder einmal vermasselt. Bereits zum vierten Mal fliegt er von der Schule. Diesmal weil er in vier von fünf Fächern die erforderte Leistung nicht erbracht hat und zusätzlich hat er als Manager des Fechtteams der Schule den Fehler begangen, die gesamte Ausrüstung in der U-Bahn zu vergessen, weswegen sein Team nicht teilnehmen konnte. Holden ist an jenem Samstag Abend in seinem Zimmer und wird von Stradlater, seinem Zimmernachbarn, beim Lesen gestört. Dieser will Holdens schönste Jacke leihen, denn er hat ein Date mit Jane Gallagher. Diese Tatsache versetzt Holden in Rage, denn Jane ist seit Langem seine heimliche Liebe. Dennoch leiht er Stradlater die Jacke und lässt sich auch noch von diesem überreden, einen Aufsatz in dessen Namen zu verfassen. 
Nach einem kurzen Ausflug in die Stadt zusammen mit Ackley, macht sich Holden daran, den Aufsatz zu verfassen. Er schreibt über den Baseball-Handschuh seines Bruders Allie, der an Leukämie gestorben ist. Als Stradlater von seinem Rendez-vous mit Jane zurück kommt und Holden nicht erzählen will, was passiert ist, zerreisst Holden den für Stradlater verfassten Aufsatz.
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Rezension: Business Class von Martin Suter

"Business Class - Geschichten aus der Welt des Managements" ist die Sammlung von 75 der beliebten Kolumnen des Schweizer Autoren Martin Suter, die früher im "Tages Anzeiger" veröffentlicht wurden.

Suter kreiert für jede seiner Kolumnen Hauptfiguren, die man sich lebhaft vorstellen konnte, dies obwohl die Kolumnen kaum einmal mehr als zweieinhalb Seiten lang sind. Dank dieser Liebe zum Detail wird der Leser in kürzester Zeit in die Handlung hineingezogen und man ertappt sich mehr als nur einmal dabei, dass man genau gleich gedacht oder gehandelt hätte, wie die Businessmänner, die von Suter in jeder einzelnen Kolumnen auf die Schippe genommen werden. 

Liebe zum Detail
Die Gabe von Suter, die Umstände sehr genau zu recherchieren und wiederzugeben, zeigt sich nicht nur an der Personenbeschreibung, sondern auch in deren Denkweise und Verhalten. Der Konkurrenzkampf, der Neid, aber auch die Schadenfreude, wenn der Konkurrent scheitert, sind häufige Motive. Doch nicht nur in diesem Bereich kommt die Businesswelt mit ihren karrieregesteuerten Geschäftsmännern schlecht weg, denn auch Themen wie Stress, die egoistische Denkweise, die Unehrlichkeit, die Angst eine Schwäche zu offenbaren und die Fixierung auf Äusserlichkeiten wie Aussehen und Büroeinrichtungen werden von Suter schonungslos aufgezeigt und treffen den Nagel auf den Kopf.
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Inhaltsangabe: Business Class von Martin Suter

Inhalt und Charakteranalyse
Zu diesem Werk von Martin Suter ist es nicht möglich eine Inhaltsangabe oder eine Charakteranalyse vorzunehmen, denn "Business Class" ist eine Sammlung von 75 Kolumnen. Da diese kurzen satirischen Exkurse in die Welt des Managements nicht miteinander zusammenhängen und auch nur sehr selten dieselben Personen auftauchen, wäre eine Inhaltsangabe oder eine Charakteranalyse sinnlos. 
Damit sie sich dennoch ein Bild machen können, worum es in diesen Werk von Martin Suter geht hier der Versuche einer allgemeinen Inhaltsangabe:
In jeder dieser 75 Kolumnen treten Personen aus der Business Welt oder solche, die damit verbunden sind, auf. Die Perspektiven der jeweiligen Geschichte können aus Sicht der hohen Kader, der Sekretärin, der mittleren Kader, der Chefs oder auch aus derjenigen der Familien und Ehefrauen sein. Suter spielt sehr geschickt mit den Eigenschaften, Verhaltensweisen und Gedanken dieser Menschen und verknüpft diese zu kurzen satirischen Kolumnen, bei denen jeweils das Erzählte im letzten Satz eine unerwartete Wendung nimmt und so die Welt der karriereorientierten Geschäftsmänner schlecht aussehen lässt.
(fba)
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Rezension: Draussen vor der Tür von Wolfgang Borchert

Das Werk "Draussen vor der Tür" des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert ist ein hervorragendes Beispiel der Trümmerliteratur, welches die Probleme der Nachkriegszeit in Deutschland schonungslos und auf bewegende Art und Weise aufzeigt.

Nach drei Jahren Kriegseinsatz in Russland kommt der deutsche Staatsbürger Beckmann wieder zurück in seine Heimat. Er ist gezeichnet von den Strapazen: Er hat ein kaputtes Kniegelenk, er wird von Albträumen geplagt und hat kaum noch genügend Kraft und Energie, um zu leben. So will er sich dann auch mehrmals das Leben nehmen. Bereits an dieser Beschreibung der körperlichen und seelischen Verfassung Beckmanns kann man erkennen, wie hart die Zeit im Krieg gewesen sein muss. Da Borchert selbst auch im Krieg war und kurze Zeit später bereits im Alter von 26 Jahren starb, weiss man, dass die Kriegsfolgen nicht nur erfunden sind, sondern der Wirklichkeit entsprechen. 
Beckmann erkennt, dass er alles verloren hatte während den drei Jahren, in denen er im Krieg war. Seine Eltern haben sich das Leben genommen, seine Frau ist mit einem anderen Mann zusammen und sein Kind ist gestorben, ohne dass er es einmal zu Gesicht bekommen hatte. Dennoch versucht sich Beckmann wieder in die Gesellschaft zu integrieren und macht sich auf die Suche nach den Schuldigen an seiner Misere und am Krieg.
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Inhaltsangabe: Draussen vor der Tür von Wolfgang Borchert

Inhalt
"Draussen vor der Tür" spielt an einem einzigen Abend nach dem zweiten Weltkrieg, als der Protagonist Beckmann, ein Kriegsveteran, wieder zurück in seine Heimatstadt Hamburg kommt. Er ist lädiert, hatte nur noch eine Kniescheibe, humpelt und ist auch psychisch angeschlagen. Daher versucht er sich mit einem Sprung in die Elbe das Leben zu nehmen, doch diese spuckt ihn wieder aus und so beginnt für Beckmann ein Abend des Leidens. 
Als erstes "traf" Beckmann den Anderen, ein Fremder, der ihm erklärt, dass er immer an seiner Seite sein werde und ihn in schwierigen Situationen unterstütze - ein Ja-Sager, ein Optimist. Beckmann will davon jedoch nichts wissen, flieht und läuft in die Arme einer jungen Frau. Diese hat Mitleid mit Beckmann, der noch immer mit der Gasmaskenbrille aus dem Krieg umherirrt. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause und gibt ihm die Jacke ihres Mannes, der seit drei Jahren in Stalingrad vermisst wurde. Beckmann sieht den Mann dieser jungen Frau vor sich und verlässt die Wohnung fluchtartig. Er hat ein schlechtes Gewissen, er glaubt daran Schuld zu sein, dass dieser Mann nicht nach Hause gekommen ist und macht sich auch für den Tod von elf weiteren Männern verantwortlich, die unter seiner Leitung in Russland gestorben sind. Erneut will sich Beckmann auf den Weg zur Elbe machen, um einen zweiten Suizidversuch zu unternehmen. Der Andere kann ihn jedoch davon abhalten und schlägt ihm vor, den Oberst zu besuchen, unter dessen Leitung er im Krieg gestanden hat.
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