Inhaltsangabe: Harold und Maude von Colin Higgins

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem englischen Originaltext "Harold and Maude" von Colin Higgins.

Inhalt
Die Geschichte beginnt mit den zwei gespielten Selbstmordversuchen von Harold Chasen, einem 19-jährigen Jungen. Einmal scheint es, als ob er sich aufgehängt hätte, und beim zweiten Mal, als ob er sich in der Badewanne ertränken würde. Das ist zu viel für seine Mutter Helen, die sehr auf den guten Ruf ihrer Familie bedacht ist und sich nicht erklären kann, weshalb Harold immer wieder versucht, sie mit Selbstmordversuchen zu erschrecken und so den Ruf der Familie schädigt. Sie schickt ihn zum Psychiater Dr. Harley, der aber auch keine Ahnung hat, was Harold fehlt. 
Helen glaubt, dass Harold eine Frau braucht, um endlich erwachsen zu werden und ist gewillt, diese Frau für ihn zu finden. Dies wiederum passt Harold überhaupt nicht und er geht einem weiteren Hobby nach: Dem Besuch von Beerdigungen. Auf dieser Beerdigung trifft er zum wiederholten Male die 79-jährige Maude, die dasselbe Hobby pflegt wie Harold. Die beiden beginnen sich zu unterhalten und am Ende kann Maude Harold dazu überreden, sie in seinem Auto, einem Leichenwagen, nach Hause zu fahren. Maude zeigt Harold ihr Haus und er verspricht ihr, dass er wieder kommen würde.
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Rezension: Verblendung von Stieg Larsson

Nachdem von allen Seiten Lobeshymnen auf die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson angestimmt wurden, wollte ich mir selbst ein Bild machen, was hinter den Werken des Schweden steckt und habe mir den ersten Band "Verblendung" vorgeknöpft - ein absolut packender Krimi. 

Was macht dieses Werk von Stieg Larsson zum Bestseller. Die Story? Sein Schreibstil? Die Charaktere? Für mich ist es die gelungene Mischung aus allen drei Komponenten. Mikael Blomkvist ist genauso ein Sonderling wie Henrik Vanger und Lisbeth Salander. Mit allen drei Personen kann man sich dank den mit Liebe zum Detail gestalteten Beschreibungen von Larsson ein sehr genaues Bild machen und sich so auch mit ihnen identifizieren. Doch nicht nur die Personen, sondern auch die Geschichte packt den Leser. Die fast schon unmenschliche Brutalität der Verbrechen wirkt gleichzeitig abstossend und faszinierend und der Leser will unbedingt wissen, wer zu solchen Schandtaten in der Lage war. Diese beiden Elemente werden mit Larssons Geschick zur spannenden Erzählung gepaart - eine starke Mischung.

Individualismus und Glaubwürdigkeit der Figuren
Die Komplexität der Figur von Lisbeth Salander hat für mich auch grossen Anteil am Erfolg der Geschichte.
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Inhaltsangabe: Verblendung von Stieg Larsson

Inhalt
Der Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist wird wegen Verleumdung im Fall Wennerström zu 3 Monaten Haft verurteilt und verlässt daraufhin in Absprache mit seiner Chefin und Geliebten Erika Berger sein eigenes Magazin namens "Millenium". Kurz nach diesem Ereignis erhält Mikael einen merkwürdigen Anruf von Dirch Frode, dem Anwalt des alternden Grossindustriellen Henrik Vanger. Mikael soll unter dem Vorwand eine Familienchronik der Vanger zu verfassen, nach Henriks verschwundener Nichte Harriet Vanger suchen. Diese verschwand vor 36 Jahren während eines Familientreffens und bis heute konnte niemand den Grund für das Verschwinden von Harriet aufklären. Henrik Vanger leidet sehr unter diesem Verlust und hat selbst zu suchen begonnen und sich ein enormes Archiv an Informationen über alle möglichen Ursachen und Umstände des Tathergangs angelegt. Henrik will nun, dass Mikael für ein Jahr zu ihm nach Hedeby, einer kleinen Stadt auf einer Insel in Schweden, zieht und einen letzten Versuch unternimmt, das Rätsel um Harriet zu lösen. Für den alten Henrik ist klar, dass Harriet Opfer eines Mordes geworden ist und dass der Täter aus der Familie Vanger stammen muss, da die Tat während einem Familientreffens stattgefunden hat und wegen eines Unfalls niemand die Insel, auf der die Vangers wohnten, verlassen konnte. Als Gegenleistung für die Arbeit würde Mikael fürstlich entlohnt und bekäme Informationen über Wennerström, um seinen Ruf nach der Verleumdungsaffäre wieder herzustellen. Mikael akzeptiert.
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Rezension: Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

"Mit brennender Geduld" ist eines der Werke des chilenischen Autoren Antonio Skármeta, welches auch in unseren Breitengraden einigen bekannt sein dürfte. Das Werk handelt von der tiefen Freundschaft zweier unterschiedlicher Charaktere und kann als Hommage an den chilenischen Dichter und Volkshelden Pablo Neruda verstanden werden. 

Mario Gimenez ist 17 Jahre alt, nicht wahnsinnig intelligent und von Beruf Briefträger. Pablo Neruda dagegen ist ein angesehener und populärer Dichter, der den Nobelpreis der Literatur gewann und sogar für das Amt des Chilenischen Präsidenten kandidierte. Bereits an dieser kurzen Beschreibung der Hauptfiguren des Werks sind die grossen Unterschiede zu erkennen und dennoch schafft es Skármeta eine glaubwürdige Freundschaft zwischen den beiden entstehen zu lassen. Es gibt viele kleine Details, die für die Freundschaft sprechen und die gegenseitige Wertschätzung erkennen lassen. So machte Mario beispielsweise Pablo zu seinem Trauzeugen und nannte seinen Sohn Pablo. Auf der anderen Seite schickte Pablo Mario die erste Karte seines Lebens, bezeichnet ihn als seinen einzigen Freund und schickt ihm französische Lieder, damit er sich ein Bild von Frankreich machen kann. 

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Inhaltsangabe: Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem spanischen Orginaltext "El cartero de Neruda (ardiente paciencia)" von Antonio Skármeta. 

Inhalt
Auf der chilenischen "Isla Negra" lebt der 17-jährige Fischersohn Mario Gimenez. Dieser möchte nicht wie sein Vater und viele seiner Verwandten Fischer werden und so bewirbt er sich für die freie Stelle als Briefträger. Da er ein eigenes Fahrrad besitzt, bekommt er die Stelle, auch wenn es in seinem Einzugsgebiet nur gerade einen Kunden gibt: Den Dichter Pablo Neruda. 
Voller Elan stürzt sich Mario in seine neue Arbeit und kommt so in Kontakt mit Pablo Neruda. Die beiden Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können, beginnen einander kennenzulernen und zu schätzen. Oftmals haben sie miteinander diskutiert und dabei versucht Neruda beispielsweise Mario zu erklären, was eine Metapher ist und wie man eine solche erfindet. Mario, der in Pablo sein Vorbild sieht, gibt sich grosse Mühe und versucht, vom Poeten zu lernen. 
Bereits kurze Zeit später fragt Mario erneut um Hilfe bei Pablo, denn er hat sich in die schöne Beatriz verliebt und weiss nicht, was er jetzt tun soll. Pablo willigt ein und besucht mit Mario die Bar, in der Beatriz arbeitet, damit er sie kennen lernen kann.
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Rezension: Der Koch von Martin Suter

"Der Koch", so der Name des neusten Werks des Schweizer Erfolgsautors Martin Suter. Wie in beinahe allen bisher erschienen Romanen von Suter, besticht auch "Der Koch" durch eine präzise Sprache und einen sehr gut recherchierten Hintergrund.

Die zentrale Figur im Roman von Suter ist Maravan, der sri-lankische Koch. Mit seinen Kreationen, einem Mix aus traditioneller, molekularer und ayurvedischer Küche, verzaubert er die Menschen und bringt sie in eine sexuell geladene Stimmung. Gemeinsam mit seiner Kollegin Andrea will Maravan einen Cateringservice auf die Beine stellen und dieses Essen unter die Leute bringen. Doch wer nun gedacht hat, dies sei alles, worum es in Suters Werk geht, der hat sich getäuscht. 

Etwas zu detailliert
Natürlich ist das Thema Kochen omnipräsent und Suter investiert oftmals eine halbe Seite oder noch mehr um zu beschreiben, wie Maravan die Zutaten verarbeitet und mischt. Diese Beschreibungen zeigen einerseits, wie genau Suter für seinen Roman recherchiert hat, aber andererseits sind sie teilweise auch etwas zu langatmig geraten und nehmen dem Werk den Schwung. Ein weiteres Indiz für die Wichtigkeit des Kochens ist neben dem Titel auch der Schluss es Werks, denn im Anhang sind eine Vielzahl von Maravans Rezepten zu finden.
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Inhaltsangabe: Der Koch von Martin Suter

Inhalt
Der äusserst talentierte Sri-lankische Koch Maravan Vilasam lebt als Asylant in der Schweiz. Sein Geld verdient er sich als Küchengehilfe im Nobelrestaurant Huwyler. Eines Tages will ein Koch des Hauses ein Curry zubereiten, welches aber nach Maravans Geschmack nach nichts riecht und daher bietet er sich an, ein richtiges Curry zu kochen. Für diese Aussage erntet er nichts als Spot seiner Mitarbeiter - ausser von der schönen Andrea. Diese erklärt sich bereit, bei Maravan zu Hause dessen Curry zu probieren. 
Maravan legt sich natürlich mächtig ins Zeug um seine einzige Unterstützung nicht zu enttäuschen. Für seine aufwändigen Menüs, die auf alten ayurvedischen Rezepten von Nangay, seiner Tante, basieren, braucht er einen Rotationsverdampfer, den er ungefragt aus dem Huwyler "auslieh". Der Abend ist ein voller Erfolg. Andrea schmeckt das Essen und im Anschluss daran, verbringen die beiden die Nacht zusammen. 
Doch der Abend hat schlimme Konsequenzen für Maravan: Er verliert seinen Job im Huwyler wegen des ausgeliehenen Rotationsverdampfers und muss fortan vom Arbeitslosengeld leben. Von diesem Geld will er so viel wie möglich an seine Verwandten in Sri Lanka schicken, um diese zu unterstützen. Auch von Andrea hört er lange nichts mehr, was ihn sehr trifft, da er sich in sie verliebt hat. Seine Jobsuche als Koch oder Küchenhilfe bleibt ergebnislos.
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Rezension: Nixpassiert von Antonio Skármeta

"Nixpassiert" ist das Werk des chilenischen Erfolgsautoren Antonio Skármeta und erzählt die Geschichte des 13-jährigen Lucho, der nach Deutschland emigrieren musste. Skármeta gelingt es dabei, die Thematik der Integration und der kulturellen Differenzen sehr authentisch aufzuzeigen, was aller Wahrscheinlichkeit nach daran liegt, dass er selbst auch von Chile nach Deutschland geflüchtet war und die Vorurteile und Probleme der Einwanderer aus eigener Erfahrung kennt.

Ähnlich wie in der Geschichte "Der Tod und das Mädchen" von Ariel Dorfman, ist auch in diesem Werk die Diktatur in Chile unter Pinochet der Aufhänger der Geschichte und auch diesmal kommt die Diktatur schlecht weg. Lucho kommt mit seiner Familie nach Deutschland, niemand kann die Sprache, sie haben trotz Lehrerausbildung keine Arbeit und daher auch kein Geld, was dazu führt, dass sie sich teilweise von den Degustationen im KaDeWe ernähren mussten. Hinzu kommt noch, dass sich in der Schule niemand sich für Lucho, den Chilenen, interessiert und auch niemand weiss, wo Chile liegt, geschweige denn, was dort passiert. Es ist also eine sehr schwierige Phase im Leben von Lucho, doch aller Widrigkeiten zum Trotz macht er seine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und prügelt sich auch mit Jungs - er wird erwachsen.
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Inhaltsangabe: Nixpassiert von Antonio Skármeta

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem spanischen Originaltext "No pasó nada" von Antonio Skármeta

Inhalt
Die Familie des 13 Jahre alten Lucho muss wegen der Diktatur unter Pinochet aus ihrem Heimatland Chile flüchten und landet dadurch in Berlin. In seiner neuen Heimat steht Lucho vor grossen Problemen. Abgesehen davon, dass er kein Wort Deutsch spricht, kennt niemand Chile und auch in der Schule will niemand etwas mit ihm zu tun haben. Glücklicherweise lernt er dann die beiden Griechen Homero und Sókrates kennen, die sich in der gleichen Situation befinden und ihm bei der Integration helfen. Die drei verstehen sich sehr gut und Lucho ist froh, dass sie ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Allerdings können die beiden schon bald wieder in ihre Heimat zurück kehren, da der Griechische Diktator gestürzt wurde. Lucho verspricht, mit dem Geld das er bei Aldi verdient, die beiden in den Sommerferien zu besuchen. 

Lucho bringt sich das Deutsch selber bei, in dem er Zeitschriften liest und viel deutsche Musik hört. Durch die Musik lernt er auch Sophie kennen, die in einem Musikgeschäft arbeitet. Er verliebt sich in sie und kurze Zeit später kommen die beiden zusammen.
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Rezension: Die Gerechten von Albert Camus

Das Theaterstück "Die Gerechten" von Albert Camus, welches 1949 zum ersten Mal aufgeführt wurde, basiert auf einer wahren Begebenheit und hat heute einen grösseren Bezug zur Aktualität den je. 

Dass die Welt nicht gerecht ist, darin dürften sich wohl alle einig sein, doch ist Terror die richtige Lösung? Darf man einen Menschen umbringen, nur damit es anderen vielleicht besser geht? Kann Terror gerecht sein?

Standpunkte der Gruppenmitglieder
Genau um diese sehr heiklen Fragen geht es im Stück von Camus. Eine Gruppe von Russischen Terroristen, will den Herzog umbringen. Das erste Attentat misslingt jedoch, da die Neffen des Herzogs ebenfalls dabei waren und sich Yanek weigerte, die Kinder auch zu töten. Daraufhin entbrannte innerhalb der Gruppe der Hauptkonflikt dieses Werks. Wie weit darf der Terror gehen? Darf man Kinder umbringen zum Wohle der anderen? Nach einer der vielen und langen Diskussionen über die Gerechtigkeit und den Sinn der Revolution, die in diesem Werk Platz finden, entschliesst sich die Gruppe, die Kinder auch beim zweiten Attentat nicht zu töten - doch sie waren nicht dabei und so wurde der Herzog dennoch umgebracht.
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Inhaltsangabe: Die Gerechten von Albert Camus

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem französischen Originaltext "Les Justes" von Albert Camus. 

Inhalt
1. Akt: Eine Gruppe Russischer Terroristen ist daran, das Attentat auf einen russischen Herzog zu planen. Dora und Annenkov, der Chef der Gruppe, warten auf Stepan, der nach drei Jahren Gefangenschaft in der Schweiz neu zur Gruppe stiess. Stepan will sofort die Bombe werfen und sich für seine Zeit in Gefangenschaft rächen. Annenkov hindert ihn jedoch daran, da die Rolle des Attentäters für Yanek vorgesehen ist. Stepan und Yanek haben in der Folge einen Streit, da sie unterschiedliche Auffassungen der Revolution besitzen. Für Stepan gibt es nur die Gewalt und die Bombe, während sich Yanek selbst "Poet" nennt und eine sanfte Revolution bevorzugt, auch wenn er bereit ist, die Bombe zu werfen. Aufgrund des Streits fühlt sich Yanek missverstanden und muss von Dora getröstet werden. Der erste Akt endet damit, dass Annenkov ankündigt, der Herzog werde morgen in der Stadt eintreffen. 

2. Akt: Dora und Annenkov warten im Versteck darauf, dass sie die Bombe von Yanek hören, doch alles blieb ruhig - etwas musste schief gegangen sein.
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Rezension: Der Tod und das Mädchen von Ariel Dorfman

Mit "Der Tod und das Mädchen" ist dem chilenischen Autoren Ariel Dorfman ein ganz besonderes Werk gelungen, das die möglichen Folgen der chilenischen Diktatur sehr realistisch aufzeigt und den Leser zum Nachdenken anregt. 

Paulina Salinas war eine junge, unternehmungslustige Medizinstudentin, die mit Gerardo Escobar eine glückliche Beziehung führte. Während der Diktatur unter Pinochet wurde sie während zwei Monaten festgehalten und missbraucht. Danach war sie nicht mehr wieder zu erkennen. Am Rande der Gesellschaft fristete sie ein einsames Dasein ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt. Sie brach ihr Studium ab und hatte kaum mehr soziale Kontakte - ihre Vergangenheit hat sie nie bewältigt. Eines Abends brachte Gerardo nun einen Mann mit nach Hause, in dem sie ihren Peinger wieder erkannte und sich nun Rache schwor. 
Eine sehr schön konstruierte Geschichte, die von Ariel Dorfman äusserst authentisch und glaubwürdig erzählt wird. Da in diesem Stück nur drei Personen involviert sind, kann man sich mit allen Figuren sehr gut identifizieren und versteht ihre Sorgen, Ängste und Probleme.
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Inhaltsangabe: Der Tod und das Mädchen von Ariel Dorfman

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem spanischen Originaltext "la muerte y la doncella" von Ariel Dorfman.

Inhalt
1. Akt: Paulina Salas wartet auf ihren Ehemann Gerardo Escobar, der heute zu spät kommt. Deswegen streiten sie sich, wobei er ihr zu erklären versucht, dass er eine Panne gehabt hat und ihn deshalb Roberto Miranda nach Hause bringen musste. Als Dank hätte er ihn für den kommenden Sonntag zu ihnen nach Hause eingeladen. Paulina hat sich wieder etwas beruhigt und die beiden gehen ins Bett. 
Mitten in der Nacht klopft es an der Tür. Gerardo, ein wenig verängstigt, dass jemand so spät in der Nacht noch zu ihnen will, öffnet die Tür. Es ist Roberto, der mit Gerardo sprechen will. Er habe im Radio gehört, dass Gerardo zum Mitglied einer Untersuchungskommission, welche die Taten der chilenischen Diktaturperiode untersuchen wird, ernannt wurde und dazu wolle er ihm gratulieren. Es sei ihm eine Ehre, dass er Gerardo helfen konnte und er sei sich sicher, dass mit den Untersuchungen dieser Kommission ein schmerzhaftes Kapitel der chilenischen Geschichte geschlossen werden könne. Nachdem er Gerardo dies gesagt hat, will er wieder gehen, doch Gerardo bietet ihm an, bei ihm zu übernachten, da es bereits sehr spät ist. Dieser akzeptiert die Einladung.
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Rezension: Der eingebildete Kranke von Molière

"Der eingebildete Kranke" ist das wohl bekannteste Werk des französischen Autoren Molière und hat trotz seines Alters von mehr als 330 Jahren auch heute noch einen Bezug zur Aktualität - Grund genug sich mit diesem Theaterstück etwas genauer zu befassen.

Das zentrale Thema des Stücks ist die Medizin. Der Hypochonder Argan befürchtet, dass er sehr schnell sterben würde, wenn er nicht permanent von Ärzten überwacht und kontrolliert wird - etwas das auch heute immer wieder zu Debatte steht, wie oft und wann sollte man einen Arzt aufsuchen? Eine erstaunliche Aktualität für ein Werk aus dem 17. Jahrhundert. 

Streitpunkt Medizin
Der eingebildete Kranke zeigt sehr schön die beiden Extreme bezüglich dem Thema "Medizin" auf. Auf der einen Seite steht Argan, für den die Ärzte die Götter auf Erden sind, und auf der anderen Seite Béralde, der ebendiese von Argan heilig gesprochenen Götter als geldgierige und unnütze Zeitgenossen abtut. Da Molière persönlich die Ansicht von Béralde teilt ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass an der Wissenschaft und vor allem an den Ärzten kein gutes Haar gelassen wird.  Einige Beispiele gefällig?
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Inhaltsangabe: Der eingebildete Kranke von Molière

Diese Zusammenfassung und die Charakterisierung der Protagonisten basiert auf dem französischen Originaltext "le malade imaginaire" von Molière. 

Inhalt
1. Akt: Argan, der Protagonist und eingebildete Kranke, hat stets das Gefühl wegen irgendwelchen körperlichen Beschwerden dem Tode nahe zu sein. Seine Hausangestellte Toinette hingegen macht sich über ihn lustig und meint, dass die Ärzte in finanzieller Hinsicht ganz schön von ihm profitieren würden. 
Argans Tochter Angélique hat sich in Cléante verliebt und will ihrem Vater nun erklären, dass sie Cléante heiraten möchte. Die beiden sprechen miteinander über die Hochzeit, nur spricht Angélique von Cléante als zukünftigen Ehemann und Argan von Thomas Diafoirus, einem Arzt, den er als Ehemann für Angélique ausgesucht hat. Der Hypochonder Argan hat sich diesen jungen Arzt als Schwiegersohn ausgesucht, da er der Ansicht ist, dass es die Pflicht von Angélique sei, einen Arzt zu heiraten, der für sein eigenes Wohl sorgen kann. Toinette erkennt schnell, dass sich das Gespräch für Angélique in eine falsche Richtung entwickelt, doch auch sie kann Argan nicht von seiner Idee abbringen. Argan ist mit Béline verheiratet, die ihn allerdings mit seinem Notar betrügt und nur hinter seinem Geld her ist. Béline will mit Argan ein Testament ausarbeiten, damit sie am Ende das ganze Geld erbt und nicht Angélique.

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Rezension: Ein perfekter Freund von Martin Suter

"Ein perfekter Freund" ist nach "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes" der dritte und letzte Teil der neurologischen Trilogie des Erfolgsautoren Martin Suter. Wie in den ersten beiden Teilen ist es auch in diesem Buch die Suche nach der Identität, die im Zentrum des Romans steht und mit einer Kriminalgeschichte verknüpft wird. 

Wenn man alle drei Teile der Trilogie liest, dann stellt man schnell fest, dass sich die Themen und Motive wiederholen. Auch in diesem Werk ist es der Protagonist, Fabio Rossi, der sein Gedächtnis verliert und sich nun auf die Suche nach seiner Identität machen muss und auch diesmal ist es ein spannender Krimi, der die Oberschicht und die Wirtschaft für ihre kriminellen Machenschaften anprangert. Ein weiterer sozialer Kritikpunkt ist, dass Geld den Menschen den Kopf verdreht, sie verändert und sie ihre eigenen Prinzipien über Bord werfen lässt - oder im Falle von Rossi seinen besten Freund verlieren lässt. 

Suche nach der Vergangenheit
Sieht man jedoch über diese Ähnlichkeiten hinweg, ist "Ein perfekter Freund" ein sehr gelungener Roman. Mit der Ausgangslage, dass sich der Journalist Fabio Rossi an fünfzig Tage seines Lebens nicht mehr erinnern kann, jedoch erfährt, dass er sich in dieser Zeit grundlegend verändert hat, ist von Beginn weg für Spannung gesorgt.
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Inhaltsangabe: Ein perfekter Freund von Martin Suter

Inhalt
Fabio Rossi erwacht im Spital und kann sich nicht erinnern, warum er dort ist. Er hätte ein Kopfverletzung und sei seit fünf Tagen im Krankenhaus, erklärt man ihm. Doch Fabio weiss nichts, ausser dass Norina seine Freundin ist. An die letzten 50 Tage kann er sich nicht mehr erinnern, er erfährt nur, dass er sich wie ein Idiot benommen hat und unter anderem Norina zwei Mal betrogen hat - mit Marlen, an die er sich nicht mehr erinnern kann. 
Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, zieht er dennoch zu eben dieser Marlen. Obwohl er in ihrer Wohnung einige seiner Sachen wieder erkennt, ist ihm dort alles fremd. Er versucht vergeblich, Norina zu erreichen und Marlen weicht er so gut es geht aus. Neben den regelmässigen Arztbesuchen bei Dr. Vogel, versucht Fabio zusammen mit seinem Freund Lucas Jäger, die Lücke von 50 Tagen zu schliessen. Dieser ist jedoch nicht begeistert und erklärt ihm, er hätte sich sehr verändert, hätte ein Geheimnis aus seiner Arbeit gemacht, seinen Job gekündigt und wäre nicht mehr in seinen Kreisen verkehrt. Marlen erzählt ihm dann noch, dass sie sich bei der Vorstellung eines Produktes kennen lernten, dass ihn nicht im Geringsten interessiert. Danach seien sie in einem Lokal essen gegangen, dass ihm eigentlich nicht gefiel und er habe geraucht, was er normalerweise nicht tat. Er hat sich also in den letzten 50 Tagen komplett geändert, weiss aber nicht warum.
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