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Meine nächste Lektüre wird "Die neuen Leiden des jugen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe sein. Ich hoffe, Sie schauen dann wieder hier vorbei!

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Top Autor des Blogs

Martin Suter ist der meistrezensierte Autor dieses Blogs. Insgesamt sind neun Bücher des Schweizer Autors zu finden.

Neu: Onlinetests!

Die neuste Rubrik dieses Blogs sind die Onlinetests. Vorläufig gibts Tests zu Fachbegriffen und Literaturepochen. Die Rubrik wird laufend erweitert.

Rezension: Funny Girl von Anthony McCarten

  • Mittwoch, 3. Juni 2015

  • Eine junge Muslimin, die sich in einer Burka auf die Bühne stellt und als Comedian Witze über den Islam erzählt – das ist die Grundidee des Werks „Funny girl“ von Anthony McCarten. Eine Idee, die ein brisantes Werk verspricht. 


    Azime ist eine junge Muslimin, die im Londoner Vorort Green Lane aufwächst. Ihre Familie ist sehr traditionsbewusst: Vater Aristot ist Möbelhändler, die Mutter Sabite Hausfrau und Sohn Zeki fühlt sich wie der Herr im Haus und meint, seine zwei Schwestern erziehen zu müssen. Die jüngste Töchter Döndü wählt den Weg des geringsten Widerstands und unterwirft sich dem Diktat der Familie. Die einzige Querulantin ist Azime, das älteste der drei Kinder. Sie lässt sich nicht unterkriegen und macht sich einen Spass daraus, alle Heiratskandidaten, die ihre Mutter für sie aussucht, zu vergraulen. Azime hat ein besonderes Faible für Humor. Sie kann Witze erzählen und Leute zum Lachen bringen. Über ihren Freund Deniz wird sie Teil einer Comedy Schule, wo sie erste Bühnenerfahrung sammelt. Und dann tritt sie, ohne es wirklich zu wollen, auf einer grossen Bühne auf – in einer Burka. Ein Auftritt, der ihr Leben verändern sollte.

    Geniale Grundidee
    Ich habe von Anthony McCarten bereits die zweiteilige Geschichte des krebskranken Donald gelesen und war davon begeistert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Funny Girl“, vor allem nach dem ich gelesen hatte, worum es ging: Eine junge Muslimin stellt sich in einer Burka auf die Bühne und macht sich über ihre eigene Religion lustig. Eine – wie ich finde – geniale Idee, um ein ebenso kurzweiliges, wie tiefgründiges und gesellschaftskritisches Werk zu verfassen.
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    Rezension: Montecristo von Martin Suter

  • Dienstag, 26. Mai 2015

  • Mit „Montecristo“ vermag der Schweizer Starautor Martin Suter wieder an seine besten Tage anknüpfen. Ein spannender, hochaktueller Roman mit einem beklemmenden Ende – sehr empfehlenswert.

    Videojournalist Jonas Brand traut seinen Augen nicht: Er hält zwei 100er Noten mit der exakt gleichen Seriennummer in den Händen. Etwas, das es eigentlich gar nicht geben kann. Und dann wird ihm von seinem Bankberater auch noch bestätigt, dass beide Noten echt sind. Kurz darauf wird bei Jonas Brand eingebrochen und er wird auf offener Strasse überfallen. Trotzdem versucht Brand der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Er erhofft sich, dass er mit dieser Geschichte doch noch zu einem respektierten Videojournalisten wird und sich aus der Peopleszene verabschieden kann. Doch er unterschätzt die Macht seiner Gegner. Bald schon kommt er mit der Recherche nicht mehr weiter. Dafür bietet sich ihm plötzlich wie aus dem Nichts die Chance, sein langersehntes Filmprojekt "Montecristo" zu verwirklichen. Der befreundete Journalist Max Gantenbein, der mit ihm an der Geschichte gearbeitet hat, wittert eine Verschwörung. Doch Jonas ist zu euphorisch, dass er sein Filmprojekt verwirklichen kann. Doch dann stirbt Max plötzlich bei einem Brand und Jonas realisiert, dass auch er in grosser Gefahr schwebt.

    Gelungener Hauptcharakter
    Martin Suter ist zurück! Mit seinem neusten Werk schafft er es (fast) wieder, an seine früheren Werke wie „Small World“ oder „Die dunkle Seite des Mondes“ anzuknüpfen. Dies nachdem mir die Allmen Serie nicht wirklich gefallen hat und je länger sie dauerte, immer einfallsloser wirkte. Nun aber spielt Suter seine gewohnten Stärken wieder aus:
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    Inhaltsangabe: Die Boulevard-Ratten von Philipp Probst

  • Mittwoch, 20. Mai 2015

  • Inhalt
    Joel Thommen arbeitet als Paparazzi. Sein Geschäft läuft nicht gut und er hofft, dass er wenigstens im beliebten Urlaubsort St.Moritz ein paar Promis vor die Linse bekommt. Und siehe da, er schafft es, heimlich ein Bild von Bundesrat Luis Battista und seiner Geliebten zu schiessen. Doch die Folgen sind gravierend. Die unbekannte Frau scheint einflussreich zu sein, denn kurz nachdem Joel das Bild geschossen hat, erhält er auf dem Sessellift ungemütliche Begleiter, die ihn zusammenschlagen und vom Sessellift werfen. Joel entkommt nur ganz knapp dem Erfrierungstod.
    Seine Chefin Myrta Tennemann, Chefredakteurin des People Magazins „Schweizer Presse“ wird informiert und reist sofort nach St.Moritz, um Joel zu besuchen. Als Joel aufwacht, gibt er ihr als erstes das Bild von Battista. Als Myrta wieder weg ist, wird er noch im Spitalbett bedroht, dass er umgebracht würde, wenn die Bilder irgendwo veröffentlicht werden. Myrta veröffentlicht das Bild trotzdem auf der Titelseite. Mittlerweile haben sie auch herausgefunden, wer die unbekannte Geliebte des angeblichen Vorzeigefamilienvaters Luis Battista ist: Karolina Thea Fröhlicher, eine sehr reiche Pferdebesitzerin aus Deutschland.

    Seinem PR-Berater erzählt Luis Battista, dass er Karolina Thea Fröhlicher liebt und dass es ihm völlig egal sei, dass sie reich und ihr Vater der Chef von Labobale sei, einem Chemieunternehmen, dem er auf nicht ganz legale Weise einen Standort in Basel vermittelt hat. Zu den Medien will er entsprechend nichts sagen und so beginnen diese selber zu recherchieren. „Aktuell“-Reporter Alexander Gaster findet den Skilehrer von Battista und dieser plaudert aus, dass Battista die Frau liebt und dass sie gemeinsam ein paar Tage in St.Moritz verbracht haben. Zudem erhält Joel Thommen beim „Aktuell“ eine Festanstellung und beginnt ebenfalls an der Story zu arbeiten.

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    Rezension: Boulevard-Ratten von Philipp Probst

  • Dienstag, 7. April 2015

  • Nachdem mir "Der Storykiller" von Philipp Probst sehr gut gefallen hatte, holte ich mir gleich auch noch das zweite Buch "Boulevard-Ratten" vom selben Autor. Und meine Erwartungen wurden erfüllt, auch wenn es mir nicht ganz gleich gut gefallen hat wie der Vorgänger. 

    Bundesrat Luis Battista wird in den Winterferien beim Fremdflirten erwischt. People-Fotograf Joël Thommen hat den Schweizer Politiker fotografieren können. Doch das Foto kommt ihn teuer zu stehen. Die unbekannte Frau an der Seite des Bundesrates wird von Leibwächtern geschützt und die gehen alles andere als zimperlich um mit dem Fotografen: Sie stossen ihn vom Sessellift. Beim Sturz verletzt sich Thommen am Bein und entkommt nur mit viel Glück dem Erfrierungstod. Glücklicherweise konnte er seine Bilder retten und an Myrta Tennemann, Chefredakteurin des People Magazins "Schweizer Presse" senden. Dort wird das Foto auf der Titelseite veröffentlicht, denn die unbekannte Begleiterin des Bundesrats, der Frau und Kinder hat, stellt sich als die superreiche Deutsche Karolina Thea Fröhlicher heraus. Die Story ist ein gefundenes Fressen für die Presse. Bald schon kommen immer mehr Details zu dieser Affäre ans Licht und die Luft für den Bundesrat wird dünn. Doch dann ist Battista plötzlich verschwunden. Ob sein Verschwinden im Zusammenhang mit dem Basler Pharmaunternehmen Labobale steht, das dem Vater von Karolina Thea Fröhlicher gehört, bei dem ein Experiment mit gefährlichen Viren aus den Fugen geraten ist?

    Glaubwürdig dank eigener Erfahrung
    Wie bereits in "Der Storykiller" spielt der Krimi von Philipp Probst auch diesmal in der Schweizer Medienszene, dem Milieu also, in dem sich der ehemalige Journalist bestens auskennt. Und genau deshalb kommt auch dieser Krimi wieder sehr glaubwürdig daher und Probst weiss erneut mit seinem süffigen Schreibstil und dem clever aufgebauten Spannungsbogen zu überzeugen.
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    Inhaltsangabe: Der Storykiller von Philipp Probst

  • Montag, 6. April 2015

  • Inhalt
    Nachrichtenchef Peter Renner, der bei der grössten Schweizer Tageszeitung "Aktuell" arbeitet, liefert einen Primeur: Der bekannte Politiker Alfred Jesper, ein erfahrener Wanderer, ist bei einer Bergtour zu Tode gestürzt. Renner schreibt einen boulevardesken Artikel, der auf der Frontseite von "Aktuell" erscheint - sehr zum Missfallen der Verlegerin Emma Lemovski, die lieber seriösen Journalismus betreiben möchte. 
    Dennoch hat Renner damit eine Lawine losgetreten. Alle anderen Medien springen auf die Story auf und damit "Aktuell" seinen Vorsprung weiter behalten kann, schickt Renner den jungen Reporter Alexander Gaster gemeinsam mit dem Fotografen Henry Tussot aufs Faulhorn im Berner Oberland. Die beiden sollen recherchieren und die Story zum Tod von Jasper weiterdrehen. Sie finden heraus, dass von Jaspers Hund jede Spur fehlt und erhalten zudem die Bestätigung, dass Jasper nicht mit seiner Frau auf dem Faulhorn war. Diese Informationen erhalten sie von Hüttenwart Fritz Balmer. Er weist ihnen auch den Weg zur Absturzstelle. 
    Mit der Story über den Tod von Jasper sorgt "Aktuell" weiter für Aufmerksamkeit. Auf die Titelseite schafft es der Artikel von Gaster jedoch nicht, denn Jonas Haberer, der Politikchef von "Aktuell" landet mit der Veröffentlichung einer brisanten Armeeakte namens T-Rex, die über die Abschaffung der Schweizer Armee informiert, einen erneuten Primeur. Doch die Story um Jasper bleibt heiss, denn mitten in der Nacht meldet sich ein anonymer Anrufer beim Webradio von "Aktuell" und erzählt, er hätte gesehen wie Jasper in den Abgrund gestossen wurde.
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