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Meine nächste Lektüre wird "Die neuen Leiden des jugen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe sein. Ich hoffe, Sie schauen dann wieder hier vorbei!

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Top Autor des Blogs

Martin Suter ist der meistrezensierte Autor dieses Blogs. Insgesamt sind neun Bücher des Schweizer Autors zu finden.

Neu: Onlinetests!

Die neuste Rubrik dieses Blogs sind die Onlinetests. Vorläufig gibts Tests zu Fachbegriffen und Literaturepochen. Die Rubrik wird laufend erweitert.

Rezension: Boulevard-Ratten von Philipp Probst

  • Dienstag, 7. April 2015

  • Nachdem mir "Der Storykiller" von Philipp Probst sehr gut gefallen hatte, holte ich mir gleich auch noch das zweite Buch "Boulevard-Ratten" vom selben Autor. Und meine Erwartungen wurden erfüllt, auch wenn es mir nicht ganz gleich gut gefallen hat wie der Vorgänger. 

    Bundesrat Luis Battista wird in den Winterferien beim Fremdflirten erwischt. People-Fotograf Joël Thommen hat den Schweizer Politiker fotografieren können. Doch das Foto kommt ihn teuer zu stehen. Die unbekannte Frau an der Seite des Bundesrates wird von Leibwächtern geschützt und die gehen alles andere als zimperlich um mit dem Fotografen: Sie stossen ihn vom Sessellift. Beim Sturz verletzt sich Thommen am Bein und entkommt nur mit viel Glück dem Erfrierungstod. Glücklicherweise konnte er seine Bilder retten und an Myrta Tennemann, Chefredakteurin des People Magazins "Schweizer Presse" senden. Dort wird das Foto auf der Titelseite veröffentlicht, denn die unbekannte Begleiterin des Bundesrats, der Frau und Kinder hat, stellt sich als die superreiche Deutsche Karolina Thea Fröhlicher heraus. Die Story ist ein gefundenes Fressen für die Presse. Bald schon kommen immer mehr Details zu dieser Affäre ans Licht und die Luft für den Bundesrat wird dünn. Doch dann ist Battista plötzlich verschwunden. Ob sein Verschwinden im Zusammenhang mit dem Basler Pharmaunternehmen Labobale steht, das dem Vater von Karolina Thea Fröhlicher gehört, bei dem ein Experiment mit gefährlichen Viren aus den Fugen geraten ist?

    Glaubwürdig dank eigener Erfahrung
    Wie bereits in "Der Storykiller" spielt der Krimi von Philipp Probst auch diesmal in der Schweizer Medienszene, dem Milieu also, in dem sich der ehemalige Journalist bestens auskennt. Und genau deshalb kommt auch dieser Krimi wieder sehr glaubwürdig daher und Probst weiss erneut mit seinem süffigen Schreibstil und dem clever aufgebauten Spannungsbogen zu überzeugen.
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    Inhaltsangabe: Der Storykiller von Philipp Probst

  • Montag, 6. April 2015

  • Inhalt
    Nachrichtenchef Peter Renner, der bei der grössten Schweizer Tageszeitung "Aktuell" arbeitet, liefert einen Primeur: Der bekannte Politiker Alfred Jesper, ein erfahrener Wanderer, ist bei einer Bergtour zu Tode gestürzt. Renner schreibt einen boulevardesken Artikel, der auf der Frontseite von "Aktuell" erscheint - sehr zum Missfallen der Verlegerin Emma Lemovski, die lieber seriösen Journalismus betreiben möchte. 
    Dennoch hat Renner damit eine Lawine losgetreten. Alle anderen Medien springen auf die Story auf und damit "Aktuell" seinen Vorsprung weiter behalten kann, schickt Renner den jungen Reporter Alexander Gaster gemeinsam mit dem Fotografen Henry Tussot aufs Faulhorn im Berner Oberland. Die beiden sollen recherchieren und die Story zum Tod von Jasper weiterdrehen. Sie finden heraus, dass von Jaspers Hund jede Spur fehlt und erhalten zudem die Bestätigung, dass Jasper nicht mit seiner Frau auf dem Faulhorn war. Diese Informationen erhalten sie von Hüttenwart Fritz Balmer. Er weist ihnen auch den Weg zur Absturzstelle. 
    Mit der Story über den Tod von Jasper sorgt "Aktuell" weiter für Aufmerksamkeit. Auf die Titelseite schafft es der Artikel von Gaster jedoch nicht, denn Jonas Haberer, der Politikchef von "Aktuell" landet mit der Veröffentlichung einer brisanten Armeeakte namens T-Rex, die über die Abschaffung der Schweizer Armee informiert, einen erneuten Primeur. Doch die Story um Jasper bleibt heiss, denn mitten in der Nacht meldet sich ein anonymer Anrufer beim Webradio von "Aktuell" und erzählt, er hätte gesehen wie Jasper in den Abgrund gestossen wurde.
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    Rezension: Der Storykiller von Philipp Probst


  • „Der Storykiller“ des Schweizer Autoren Philipp Probst ist zugleich ein spannender Krimi und eine soziologische Milieustudie über die Medienszene, ihre Protagonisten, ihre Arbeitsweisen und ihre Dilemmas während der täglichen Arbeit

    Alexander Gaster arbeitet in der Redaktion der grössten Schweizer Tageszeitung „Aktuell“. Beim Gratisblatt hat er bereits als Praktikant gearbeitet und wurde danach als Report festangestellt. Auf seine erste grosse Story wartet er jedoch noch immer – und wird immer ungeduldiger. Als dann im Berner Oberland der berühmte Politker Alfred Jasper bei einer Wanderung zu Tode stürzt, bekommt Gaster die Chance, sich zu beweisen. Voller Elan stürzt er sich in die Geschichte. Gemeinsam mit Nachrichtenchef Peter Renner findet er immer mehr Hinweise darauf, dass Jasper in ein grosses, umstrittenes Projekt verstrickt war und sein Tod vielleicht kein Unfall war. Gaster und Renner recherchieren weiter, doch bald schon erkennen sie, dass sie selbst in der eigenen Redaktion auf Widerstand stossen.

    Spannendes Insiderwissen
    Philipp Probst hat selber viele Jahre als Journalist gearbeitet und tut dies noch heute. Das merkt man seiner Geschichte an. Einerseits hat er deswegen eine sehr saubere, leicht verständliche Schreibe, die aber trotzdem nicht plump, sondern stets süffig daherkommt. Und andererseits lässt er seine Kenntnis über die Art und Weise wie Medien arbeiten, welche Gedanken sich Journalisten und Fotografen machen und mit welchen Problem sie sich bei der täglichen Arbeit herumschlagen müssen, eindrücklich in die Geschichte einfliessen. Seine Beobachtungen sind messerscharf und treffen immer wieder ins Schwarze, auch wenn sich das eine oder andere Klischee einschleicht.
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    Rezension: Excess – Verschwörung zur Weltherrschaft von Mathias Frey

  • Montag, 30. März 2015

  • Der Erstling des Deutschen Autoren Mathias Frey erschien zuerst als E-Book und wurde dann aufgrund des grossen Erfolgs auch in gedruckter Form vertrieben – absolut zu Recht, denn „Excess – Verschwörung zur Weltherrschaft“ muss sich selbst vor den ganz Grossen des Genres nicht verstecken.

    David Isler, Analytiker des Schweizer Nachrichtendienstes, ist Spezialist für Amerika und glaubt, auf eine ganz grosse Sache gestossen zu sein. Seine Hypothese ist jedoch derart abenteurlich, dass er nicht weiss, wem er sie anvertrauen kann. Doch selbst die kühnsten Vorstellungen von Isler werden übertroffen, als erkennt, dass die militärische Übung Excess im texanischen Sandrock gar keine Übung ist, sondern bitterer Ernst: Über 1000 Menschen wurden mit Giftgas ermordet – scheinbar bewilligt von der amerikanischen Regierung um Präsidentin Jeanne Adams. Isler glaubt jedoch nicht, dass die Regierung dahinter steckt und beginnt zu recherchieren. Doch die Zeit läuft ihm davon.

    Die richtigen Zutaten
    Mathias Frey mischt in seinem Erstling gleich alle Zutaten eines grossartigen Thrillers zusammen: Eine politische Verschwörung, in die selbst die höchsten Politiker des Landes verstrickt sind, und ein Einzelkämpfer, der fast ohne Rückendeckung versucht, die Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, vor dem schlimmsten zu bewahren. Diese Ingredienzen werden gemischt mit einem sehr süffigen Schreibstil und einer Storyline, die den Leser ein ums andere Mal überrascht und die Geschichte in eine neue, noch grössere Dimension hebt.
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    Inhaltsangabe: Excess – Verschwörung zur Weltregierung von Mathias Frey


  • Inhalt
    David Isler arbeitet beim Schweizer Nachrichtendienst als Analytiker. Sein Spezialgebiet sind die USA. Und da wird er auf einige Vorgänge aufmerksam, die sonst niemandem aufgefallen sind und von denen auch niemand hätte erfahren sollen: Er beobachtet den Sprecher des Amerikanischen Kongress Art Sinshy in einem Hotel in Genf, wo er sich mit einigen hochrangigen Repräsentanten der Amerikanischen Geheimdienste trifft. Was genau sie in Genf besprechen, weiss Isler noch nicht, doch er macht sich auf die Suche. Bald schon hat er eine äusserst gewagte Hypothese auf die Beine gestellt, die er über den befreundeten Bundespräsidenten Giovanni Mattei der Amerikanischen Präsidentin Jeanne Adams zukommen lässt.

    In einem kleinen Dorf in Texas findet angeblich eine militärische Übung statt, doch es ist viel mehr als nur eine militärische Übung. Den Bewohnern des Ortes Sandrock wird ein bis ins kleineste Detail durchgeplantes Medienszenario vorgespielt. Dieses handelt von einer sich extrem schnell über die gesamte Welt ausbreitenden Terrorwelle, bei der Millionen von Menschen sterben, über Amerika eine Atombombe abgeworfen wird und bei der sowohl die Amerikanische Präsidentin als auch ihr Vize ermordet werden. Das Ziel dieses angeblich soziologischen Feldexperiments mit dem Namen „Excess“ ist es, zu schauen, wie die Menschen in Sandrock auf das Medienszenario reagieren und ob sie dadurch empfänglich werden für die Idee der Bildung einer Weltregierung. Das zumindest glauben die beteiligten Personen, die das Experiment leiten.
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